"Platz für Wien"
Stadt soll fußgänger- und radfahrerfreundlicher werden

Tomé Hauser, Elisabeth Hauer, Veronika Wirth, Barbara Laa und Ulrich Leth (v.l.) sind die Sprecher der Initiative.
  • Tomé Hauser, Elisabeth Hauer, Veronika Wirth, Barbara Laa und Ulrich Leth (v.l.) sind die Sprecher der Initiative.
  • Foto: Peter Provaznik/Die Radvokaten
  • hochgeladen von Nicole Gretz-Blanckenstein

Mehr Fußgängerzonen, 15.000 Bäume, Fahrradstraßen und autofreie Schulvorplätze – dafür setzt sich die Initiative „Platz für Wien“ ein.

WIEN. Die Initiative „Platz für Wien“ fordert ein fußgänger- und radfreundlicheres Verkehrskonzept für die Bundeshauptstadt. Bis zur Wien-Wahl im Oktober sollen 57.255 Unterschriften gesammelt werden.

Rund 50 engagierte Privatpersonen umfasst die Initiative, darunter auch der TU-Verkehrsexperte Ulrich Leth, der für die Wiener Grünen immer wieder Studien für Verkehrsberuhigungsprojekte – zuletzt etwa die Landstraßer Hauptstraße betreffend – erstellt. Die Bewegung finanziert sich durch Spendengeldern, Unterstützung erhalten sie unter anderem von der Radlobby.

18 Forderungen für Wien

Gefordert werden 18 Maßnahmen für eine klimagerechte, verkehrssichere Stadt mit hoher Lebensqualität. Diese sollen innerhalb von 10 Jahren umgesetzt werden.

Unter anderem geht es dabei um 100 verkehrsberuhigte Wohngebiete, 60 Kilometer Fußgänger- bzw. Begegnungszonen, breitere Gehsteige, 10.000 Sitzgelegenheiten mehr im öffentlichen Raum und die Pflanzung von 15.000 Bäumen in der Stadt.

Um die Sicherheit der Kinder zu erhöhen, sollen 350 Vorschulplätze autofrei werden. Auf 800 Kilometer Straßen soll das Tempo auf 30 km/h reduziert werden und es soll zusätzlich 800 Fahrradkurse für Volksschüler geben.

Radfreundlicheres Wien

Für den Radverkehr fordert „Mehr Platz für Wien“ unter anderem 300 Kilometer sichere Radwege auf Hauptstraßen, dass 275 Kilometer Einbahnen für Radfahrer geöffnet und 72.000 Fahrradstellplätze errichtet werden.

Zusätzlich sollen 250 Kreuzungen sicherer gemacht werden. 500 Ampeln sollen fuß- und radfreundlich geschalten sein, denn derzeit ist es so, dass Spaziergänger und Radfahrerinnen oft lange warten müssen, bis Ampeln auf Grün umspringen.

Die Initiative will bis zur Wien-Wahl im Herbst so viele Unterstützungsunterschriften wie möglich sammeln, hieß es. Als "symbolische Zahl" hat man 57.255 angegeben - das entspreche fünf Prozent der Wahlberechtigten in Wien und damit der Hürde, um per Volksbegehren auf Landesebene einen Gesetzesentwurf in den Wiener Landtag einzubringen.

Autor:

Nicole Gretz-Blanckenstein aus Wien

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