Start-up aus Wien
Student entwickelt Coronavirus-Selbsttest

Konstantin Klingler möchte mit seinem Online-Selbsttest die Gesundheitsbehörden unterstützen.
  • Konstantin Klingler möchte mit seinem Online-Selbsttest die Gesundheitsbehörden unterstützen.
  • Foto: Privat
  • hochgeladen von Mathias Kautzky

Ein 20-jähriger Wiener entwickelte einen Online-Selbsttest für Covid-19-Infektionen. Damit will der Student die Notfall-Hotlines entlasten.

WIEN. "Mein Tool ermöglicht eine erste Selbsteinschätzung und kann so die Gesundheitsbehörden in der aktuellen Corona-Situation entlasten", erklärt Konstantin Klingler aus Hernals. Menschen, die sich krank fühlen, sollen das österreichweite Gesundheits-Telefon 1450 anrufen - allerdings nur bei konkreten Krankheits-Symptomen, nicht bei allgemeinen Fragen zum Coronavirus. "Eine Freundin hat vor ein paar Tagen versucht, die Hotline anzurufen, weil sie sich krank gefühlt hat. Sie ist aber sehr lange in der Warteschleife gehangen", erinnert sich Klingler. "Um die Behörden zu unterstützen, habe ich dann meinen Online-Selbsttest programmiert. Er ist sehr simpel aufgebaut und ermöglich eine erste Selbsteinschätzung, ob man mit Covid-19 infiziert sein könnte oder nicht."

Wie funktioniert der Selbsttest konkret? Man ruft www.coronadetector.com auf und beantwortet einige Fragen mittels Mausklick, etwa ob man in den letzten Tagen Kontakt mit einer infizierten Person hatte und ob man sich in einem Risikoland aufgehalten hat. Auch ob man Fieber hat und häufig husten muss, wird abgefragt. Bevor das Testergebnis schließlich eingeblendet wird, muss man noch bestätigen, dass man verstanden hat, dass "Corona Detector" keine ärztliche Diagnose ersetzen kann und eine reine Orientierungshilfe ist. Anschließend erhält man eine Einschätzung, ob man mit dem Coronavirus infiziert sein könnte und daher 1450 anrufen sollte oder nicht.

Behörden sind interessiert

Einiges Wissen zur Entwicklung des „Corona Detector“ holte sich Klingler auf einer Reise nach Singapur, wo er sich auf der Yale-NUS-Universität mit Präventionsmethoden und dem Nachverfolgen des Covid-19-Virus beschäftigte. Bald soll „Corona Detector“ auch auf Englisch und Spanisch zur Verfügung stehen, denn Klingler wurde bereits von Behörden aus Südamerika kontaktiert.

"Erfahrung mit der Programmierung von Online-Werkzeugen habe ich schon seit Jahren", so Wirtschaftsstudent Klingler. "Schon als 16-jähriger programmierte ich "Logo", einen Buchservice von lokalen Buchhandlungen. Während meines Zivildiensts in Ecuador habe ich auch eine Online-Spendenaktion ins Leben gerufen", erzählt der 20-jährige. "Wenn mein 'Corona Detector' einen Beitrag leisten kann, um unser Gesundheitssystem und unsere Behörden in dieser Situation zu unterstützen, dann freut mich das sehr!"

Es gibt auch schon andere Selbsttests

Weil die Gesundheits-Telefone in ganz Österreich überlastet sind, appellieren die Behörden, dass nur in konkreten Krankheitsfällen 1450 angerufen werden soll. Bei allgemeinen Fragen etwa zum Coronavirus solle man die AGES-Hotline 0800 555 621 wählen. Einen Online-Selbsttest auf eine Infektion mit dem Coronavirus hat deshalb auch die Tiroler Gesundheits-Leitstelle programmiert: Dieser soll vor dem Griff zum Telefonhörer online durchgeführt werden. Auch dieser Test besteht aus einem kurzen Fragebogen, der Aufschluss darüber gibt, ob man gemäß Definition des Gesundheitsministeriums als Covid-19-Verdachtsfall eingestuft wird. Nach der sofort zur Verfügung stehenden Auswertung bekommt man eine Empfehlung, ob man 1450 anrufen sollte oder nicht.

Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

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