Tipps für die Lehre: Wie man Fleischhauer wird

Lehrling Christoph Keterle im Verarbeitungsraum.
7Bilder
  • Lehrling Christoph Keterle im Verarbeitungsraum.
  • hochgeladen von Andreas Edler

WIEN. Im Verarbeitungsraum entfernt Christoph Keterle mit festem Griff die Rippen vom Vorderviertel eines Rindes. Etwa 110 bis 130 Kilo wiegt so ein Stück, erklärt er, während er konzentriert arbeitet. Der 16-Jährige macht seit November 2017 eine Lehre zum Fleischverarbeiter, kurz auch Fleischer genannt.

Sein Tag beginnt bereits morgens um 6.30 Uhr. An das zeitige Aufstehen hat sich Christoph schnell gewöhnt, "das kann man unter einen Hut bringen", versichert er. Zuerst kümmert er sich um die Beladung der frischen Waren und beliefert anschließend mit einem Kollegen die zwei weiteren Filialen des Unternehmens. Die Fleischerei gibt es bereits seit 1941 und wird von Horst Stierschneider in dritter Generation geführt. Das Stammhaus befindet sich in der Märzstraße 9. Weiters gibt es eine Filiale am Meiselmarkt und eine in der Mariahilfer Straße 184.

Fleischer-Lehrberuf als zweite Wahl

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es weiter mit dem Ausnehmen einer Schulter, wobei die Knochen entfernt werden müssen. Dabei erzählt Christoph, dass er über Umwege zu Stierschneiders kam. Eigentlich wollte er Kfz-Mechaniker werden, doch der Andrang war zu groß und Christoph bekam keine Lehrstelle. Nach etlichen Recherchen entschied er sich, eine Lehre zum Fleischer zu machen, und fand auch rasch einen Ausbildungsplatz. Drei Monate arbeitete Christoph bei einem anderen Fleischer, bevor er in Horst Stierschneiders Unternehmen wechselte. Überraschungen gab es für ihn in der Lehre bisher keine. "Ich habe mich viel darüber informiert, was man da so alles machen muss, und hatte dann schon eine genaue Vorstellung", erklärt er.

Tipps für die Fleischerlehre

Für jene, die sich ebenfalls für die dreijährige Ausbildung zum Fleischverarbeiter interessieren, hat der 16-Jährige ein paar Tipps:

• Am besten ist es, bei den Firmen direkt anzurufen und nachzufragen, ob man sich vorstellen kommen darf.
• Man sollte nach Möglichkeit auch gleich einen Probetag vereinbaren, um ein unverfälschtes Bild von dem Beruf zu bekommen.
• Nicht alles, was man lernt, macht automatisch auch Spaß, aber auch solche Aufgaben müssen erledigt werden.

"Wichtig ist, einfach selbst aktiv zu werden", meint Christoph, während er vorsichtig mit einem Messer hantiert. Beim Ausbeinen sei es aus optischen Gründen besonders wichtig, die hauchdünne Haut zwischen Knochen und Fleisch nicht zu zerstören. Ganz gelingt ihm das noch nicht, aber der angehende Fleischer lässt sich nicht unterkriegen und übt zielstrebig weiter. Der Betrieb ist sehr familiär, wann immer Christoph Fragen hat, bekommt er Unterstützung von seinen Kollegen. „Christoph ist engagiert, freundlich und hat gute Umgangsformen. Das ist es, was für mich bei einem Lehrling zählt", lobt Chef Horst Stierschneider.

Mehr zum Thema Lehrberuf

Newsletter Anmeldung!

Du willst Infos, Veranstaltungen und Gewinnspiele aus deiner Umgebung?

Dann melde dich jetzt für den kostenlosen Newsletter aus deiner Region an!

ANMELDEN

Newsletter Anmeldung!


Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen