Medienpädagogik im Kindergarten
Wenn die Kleinsten schon am Tablet malen

Mit dem Projekt digi4under6 lernen schon die Kleinsten digitale Medien kennen und kritisch verwenden.
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  • Mit dem Projekt digi4under6 lernen schon die Kleinsten digitale Medien kennen und kritisch verwenden.
  • Foto: Kinderbüro der Universität Wien
  • hochgeladen von Sabine Krammer

Projekt „digi4under6“: Den kritischen Umgang mit Tablet, Handy und Co. zu lernen, beginnt im Kindergarten.

WIEN. Kaum ein Gerät ist für Kinder so spannend wie Mamas Smartphone oder Papas Tablet. Weil die Jüngsten mit digitalen Medien aufwachsen und diese Teil der alltäglichen Lebenswelt geworden sind, müssen auch sie pädagogisch bearbeitet werden. Kindergartenkinder brauchen Unterstützung und Anleitung, um dabei einen kompetenten und kritischen Umgang mit Medien zu lernen.

Das Kinderbüro der Uni Wien hat deshalb in Zusammenarbeit mit Elementar- und Medienpädagogen sowie Experten zu acht Themen im Bereich Medienbildung Methoden-Baukästen entwickelt und finanziert. Unter dem Titel „digi4under6“ lernen Kinder einen verantwortungsvollen, selbstbestimmten und kreativen Umgang mit Medien.

Töne, Bilder und Buchstaben

Die acht Baukästen haben spannende Namen wie „Klick, Klick“ oder „Bühne frei!“ und sind die Basis für die Erarbeitung der Themenfelder: Geräusche und Musik, Fotografie, Programmieren und Robotics, Darstellen und Schauspiel, Geschichtenerzählen und -vorlesen, Malen und Zeichnen, Sprachförderung und Zahlen sowie Sicherheit und Technik.

Passend zu den Baukästen werden Übungen und Spiele entwickelt. So suchen Kinder als Detektive nach bestimmten Gegenständen im Kindergarten und fotografieren diese aus verschiedenen Perspektiven oder hören die Linien auf dem Papier, weisen Tiere ihren Tierstimmen zu oder zeichnen ihre eigene Geschichte auf dem Tablet.

Gearbeitet wird vorwiegend mit Tablets und Robotern, wobei das spielerische Lernen einen zentralen Stellenwert einnimmt. „Wir verwenden Medien nicht zum Selbstzweck, sondern sehen sie als Werkzeug, um pädagogische Zielsetzungen zu erreichen“, so Karoline Iber, Geschäftsführerin des Kinderbüros der Universität Wien. Die Kinder profitieren doppelt von den digitalen Medien: durch mehr Bildung in den einzelnen Bereichen und durch eine Stärkung der Medienkompetenz.

Unterstützung gesichert

Kostenlose Informationen über die Boxen gibt es online unter www.digi4under6.at. Pädagogen können die Methoden-Baukästen so jederzeit nachbauen. Kindergärten, die bei der Einführung von digitaler Bildung begleitet werden möchten, werden mit individuell angepassten Programmen unterstützt: Das Angebot reicht von der Weiterbildung für Pädagogen bis zu wöchentlichen Sonderprogrammen im Kindergarten oder begleiteten Info-Abenden für Eltern.

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