Wiener Krankenhäuser
Wiener Spitäler werden nach Bezirken umbenannt

Nicht betroffen von der Namensänderung: Das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien.
2Bilder
  • Nicht betroffen von der Namensänderung: Das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien.
  • Foto: CC by SA 4.0/Wikimedia/Linie 29
  • hochgeladen von Andreas Edler

Die historischen Namen der Spitäler sollen bald verschwinden. Der Wiener Krankenanstaltenverband stellt sich neu auf und benennt künftig alle Wiener Krankenhäuser nach den Bezirken. Ausnahme: Das Allgemeine Krankenhaus bleibt das AKH. 

WIEN. Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) organisiert sich um. Ab 2020 soll der Gesundheitskonzern "Wiener Gesundheitsbund" ("WiGev") heißen. Das neue Konzept wurde von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Dienstag präsentiert. Ursprünglich wurde angedacht, den KAV zukünftig "Wien Kliniken"  zu nennen. Dieser Plan wurde nicht umgesetzt. 

Krankenhäuser erhalten Bezirksnamen

Von Namensänderungen sind auch fast alle Spitäler und Pflegewohnhäuser der Stadt betroffen: Während das Allgemeine Krankenhaus weiterhin so heißen soll, werden die Spitäler in den jeweiligen Bezirken nach ebendiesen benannt. Das SMZ Ost heißt etwa künftig Klinik Donaustadt, die Rudolfsstiftung wird zur Klinik Landstraße, das Kaiser-Franz-Josef-Spital zur Klinik Favoriten oder das Wilhelminenspital zur Klinik Ottakring. Das derzeit in Bau befindliche Krankenhaus Nord wird zur Klinik Floridsdorf. 

"Wien Pflege" werden künftig die Pflegehäuser heißen – damit gibt ab 2020 die "Pflege Donaustadt", "Pflege Meidling" oder "Pflege Landstraße". Wie die Logos aussehen werden, ist derzeit noch unklar. Daran wird noch gearbeitet.

„Die neuen Einrichtungsnamen sind kurz und leicht verständlich. Man erkennt auf den ersten Blick ob es sich um eine medizinische oder eine Pflegeeinrichtung handelt und wo sie liegt“ erklärt Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, Generaldirektorin des KAV, die Vorteile der neuen Namensgebung. Zusätzlich wird es ein einheitliches Corporate Design für das gesamte Unternehmen geben. Die Namenslogik bringe eine merkliche Verbesserung und berücksichtige auch die Pflegewohnhäuser. Es sei ein gelungenes Gesamtpaket zum Wohle der Patienten, so Grüne Gesundheitssprecherin Birgit Meinhard-Schiebel. 

Kritik von ÖVP, NEOS und FPÖ

Kritik kommt bereits von allen politischen Seiten. "Die Patientinnen und Patienten sollten im Mittelpunkt stehen, nicht das Corporate Design des generalüberholten Verbundes", sagt etwa ÖVP Wien Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec. NEOS Wien Gesundheitssprecher Stefan Gara: „Personal- und Finanzhoheit sowie neue Führungsstruktur mit Aufsichtsrat und Geschäftsführung sind sinnvolle Maßnahmen. Ich warne davor, dass in den neuen Strukturen wiederum die Parteipolitik dominiert." Scharfe Töne sind auch seitens der FPÖ zu hören: "Was wird der Steuerzahler am Ende für die Blendgranate zu bezahlen haben?“, fragt der Gesundheitssprecher der Wiener FPÖ, Wolfgang Seidl.

Nicht betroffen von der Namensänderung: Das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien.
Das "Sozialmedizinische Zentrum Ost" wird in Zukunft Klinik Donaustadt heißen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen