Theater und Kultur gibt es virtuell
Wiens Künstler kommen jetzt nach Hause

Otto Schenk und Michael Niavarani sind nur zwei der unzähligen Künstler, die ihr Publikum virtuell zu Hause besuchen.
  • Otto Schenk und Michael Niavarani sind nur zwei der unzähligen Künstler, die ihr Publikum virtuell zu Hause besuchen.
  • Foto: Globe Wien
  • hochgeladen von Ernst Georg Berger

Die Ausgangseinschränkungen und Schließung der Spielstätten haben die Theater, Bühnen und Museen in Wien dazu bewogen ihr Programm jetzt virtuell anzubieten.

WIEN. Da es ja verständlicherweise momentan nicht möglich ist, ins Museum, Theater oder Kabarett zu gehen, haben sich einige Wiener Künstler und Theatermacher dazu entschlossen ihr zuhause zu besuchen. Nicht persönlich, aber virtuell.

Die bz hat für Sie ein Programm zusammengestellt, das Sie in den eigenen vier Wänden genießen können.

Globe Wien

 Auf der Website des Globe Wien wurde bis auf weiteres ein kostenloser Video-on-demand Kanal eingerichtet.

Aktuell sind die folgenden drei Produktionen von und mit Michael Niavarani gratis abrufbar, die alle in den letzten Jahren im GLOBE WIEN aufgezeichnet wurden. Das Streamingangebot wird natürlich laufend erweitert werden.
 
ROMEO & JULIA
Die höchst beklagenswerte und gänzlich unbekannte Ehetragödie - Ohne Tod kein Happy End
mit Sigrid Hauser, Hemma Clementi, Eva Maria Frank, Susanne Preissl, Pia Strauss, Stefan Altenhofer, Otto Jaus, Günther Lainer, Georg Leskovich, Reinhold G. Moritz, Bernhard Murg, Michael Niavarani, Oliver Rosskopf u.a.

RICHARD III.
Eine Komödie von Michael Niavarani frei nach William Shakespeare
mit Michael Niavarani, Hemma Clementi, Eva Maria Frank, Susanne Preissl, Pia Strauss, Stefan Altenhofer, Jakob Elsenwenger, Georg Leskovich, Bernhard Murg, Michael Pink, Oliver Rosskopf, Manuel Witting u.a.

ZU BLÖD UM ALT ZU SEIN
Otto SCHENK & Michael NIAVARANI im Gespräch

Damit möchte Michael Niavarani und sein Team einen kleinen Beitrag für einen abwechslungsreicheren Alltag leisten und sie alle freuen sich schon darauf, ihr Publikum hoffentlich bald im GLOBE WIEN wiederzusehen.

Theatercouch

Die Theatercouch Wien ist längst Kult. Und ein hervorragendes Beispiel für die Kulturvielfalt Wiens:
Ein belgischer Musicaldarsteller, Autor und Komponist erschafft ein Off-Theater mit Berliner Charme, lockt internationale Musicalgrößen auf seine Bühne, schreibt Stücke, von denen eines bereits das Interesse eines Londoner Produzenten geweckt hat – und das alles im Herzen Wiens, unweit des Schlosses Schönbrunn.

Begonnen hat alles mit einer Vision von Rory Six: einen Verein ins Leben zu rufen, der auch kreativen Köpfen mit wenig Budget die Möglichkeit der künstlerischen Entfaltung bietet. Seit der Gründung der Theatercouch im Jahr 2013 ist viel passiert. Inzwischen finden beispielsweise regelmäßig Theateraufführungen, Workshops, Gesangsunterricht statt. Nur aus verständlichen Gründen nicht im Augenblick.

Um den Musicalfans ein wenig Hoffnung zu geben gibt Rory Six jetzt  täglich um 15.30  Uhr ein 30-minütiges Live-Wohnzimmerkonzert über die Facebook-Seite der Theatercouch

Naturhistorisches Museum

Auch das Naturhistorische Museum bietet online Einblicke in seine umfangreiche Sammlung: Auf dem Webportal objekte.nhm-wien.ac.at können Interessierte in 128 Themenbereichen von der Botanik über die Anthropologie bis zur Geologie Details über Saurierskelette, Meteoriten, seltene Mineralien aus Österreich oder Schmuck aus der Eisenzeit erfahren.

Neben der Datenbank gibt es die Möglichkeit, das Museum unter artsandculture.google.com über Google Street View virtuell zu besuchen und die Sonderausstellungen „Venus von Willendorf“, „Top-100-Objekte“ und „Das letzte Artensterben?“ zu bestaunen.

Wiener Staatsoper

Die Wiener Staatsoper ist zwar geschlossen, spielt aber dennoch täglich online – und zwar über ihre Streaming-Plattform www.staatsoperlive.com. Hier können Opernfreunde Aufzeichnungen früherer Opern- und Ballettvorstellungen von zu Hause aus ansehen.

Die Streams beginnen um 17 und 19 Uhr und sind jeweils 24 Stunden lang verfügbar. Auf dem Spielplan stehen unter anderem „Tosca“, „Götterdämmerung“, „Le nozze di Figaro“ und „Peer Gynt“. Nach der Registrierung auf der Homepage ist das Abonnement – und damit auch das Opernvergnügen in den eigenen vier Wänden – bis auf Weiteres kostenlos nutzbar.

Belvedere

Damit man in Zeiten des Coronavirus nicht auf Kunst verzichten muss, bietet das Belvedere derzeit ein besonderes Service: Auf den Social-Media- Kanälen des Museums werden für alle Kunstinteressierten bequem von zu Hause aus täglich um 15 Uhr per Videostream virtuelle Führungen durch die aktuellen Ausstellungen, aber auch Einblicke hinter die Kulissen der Kulturinstitution angeboten.

Über die Plattformen Facebook, Instagram, Youtube und Twitter lassen sich neben der Schausammlung des Oberen Belvedere unter anderem auch Werke der Multimediakünstlerin Renate Bertlmann und des namentlich nicht bekannten „Meisters von Mondsee“ sowie der künstlerischen Avantgarde von den 1880ern bis zu den 1960ern be-staunen.

Wer Lust auf mehr hat: Die Hälfte der Sammlung des Belvedere steht auf der Homepage des Museums online zur Verfügung. Alle Infos: www.belvedere.at

Wiener Vorlesung

Die Wiener Vorlesungen wollen einen Austausch zwischen namhaften Wissenschaftern und der breiten Bevölkerung bieten – auch online. Am 2. April gibt die Universität Wien um 19 Uhr Einblicke in ihre „dritte Mission“.

Bildungspsychologin Christiane Spiel, Verhaltensbiologin Didone Frigerio, Quantenphysiker Philip Walther und andere sprechen über die Mitverantwortung für die Gesellschaft , die vor allem auch Wiener Wissenschafter aus den Bereichen der Forschung und Lehre tragen.

Der Livestream findet sich auf Facebook unter unter WienerVorlesung

Homestage Festivals

In Zeiten der Coronakrise stehen Kunst- und Kulturschaffende vor massiven Herausforderungen: Lesungen, Konzerte, Auftritte wurden abgesagt. Honorare bleiben auf unbestimmte Zeit aus. Das erste Homestage Festival im März 2020 will hier entgegenwirken und macht von 27.03. bis 29.03. das eigene Zuhause zur Bühne. Drei Tage lang werden jeweils von 17:00 – 21:00 Uhr auf der Facebook-Seite von Homestage Festvials verschiedenste lokale KünstlerInnen ihre Performances live aus ihrem Zuhause ins Zuhause des Publikums streamen.

Mehr Infos findet man hier

Arnold Schönberg Center

Das Arnold Schönberg Center teilt ab sofort seine neue Ausstellung »Mit Schönberg in die Natur«, die heute eröffnet worden wäre, im digitalen Raum. Täglich wird ein repräsentatives Objekt mit Erläuterungen in deutscher und englischer Sprache vorgestellt. Links führen zu Texten, Bildern, Audioinhalten und Videos, welche die Exponate kontextualisieren.

Die Objekte der von Therese Muxeneder kuratierten und von Jochen Koppensteiner architektonisch visualisierten Schau stammen zu einem großen Teil aus der Sammlung des Arnold Schönberg Center. Christoph Edtmayr zeichnet für die digitale Realisierung verantwortlich.

Und hier geht es zu Objekt #1, Arnold Schönbergs »Nachtstück« von 1910

Autor:

Ernst Georg Berger aus Hernals

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