Wien
XXL-Anklage nach Bandenkrieg – 24 Männer kommen vor Gericht
- Im Rahmen der Ermittlungen im Zuge des „Bandenskrieges“ im Sommer 2024 gibt es jetzt eine XXL-Anklage.
- Foto: Ronja Reidinger/MeinBezirk
- hochgeladen von Barbara Schuster
Im Rahmen der Ermittlungen im Zuge des „Bandenskrieges“ im Sommer 2024 gibt es jetzt eine XXL-Anklage. Insgesamt sind 24 junge Männer im Alter von 17 bis 25 Jahren angeklagt, der Vorwurf: absichtlich schwere Körperverletzung und schwere gemeinschaftliche Gewalt.
WIEN. Im Frühsommer des vergangenen Jahres sorgte ein Bandenkrieg zwischen der syrischen und tschetschenischen Community für mehrere Vorfälle im Stadtgebiet, darunter Messerattacken. Die Tatorte: Anton-Kummerer-Park, Hannovermarkt, Klosterneuburger Straße, Areal um den Bahnhof Meidling.
„Es geht hier nicht um Auseinandersetzungen von Banden wegen Suchtgift. Es geht hier um die gekränkte Ehre.“, meinte damals Polizeioberst Dietmar Berger gegenüber MeinBezirk. Der Clinch zwischen den zwei rivalisierenden Gruppen endete nach einigen Wochen mit einer vereinbarten Friedens- und Zusammenarbeitserklärung.
- Insgesamt sind 24 junge Männer im Alter von 17 bis 25 Jahren angeklagt, der Vorwurf: absichtlich schwere Körperverletzung und schwere gemeinschaftliche Gewalt.
- Foto: Max Spitzauer/MeinBezirk
- hochgeladen von Johannes Reiterits
Die ersten zwei Prozesse nach den ethnischen Konflikten fanden am 9. Dezember 2024 sowie am 28. April 2025 statt. Ein 19-Jähriger wurde wegen einer Attacke im Kummerer-Park freigesprochen, beim zweiten Prozess wurde ein 30-Jähriger wegen versuchten Mordes zu 14 Jahren verurteilt, ein 29-Jähriger wurde freigesprochen. MeinBezirk berichtete ausführlich, siehe unten.
96 Seiten dicke Anklageschrift
Diese Woche kam es zur 96 Seiten dicken Anklageschrift gegen insgesamt 24 angeklagte junge Männer. Dies wurde seitens der Staatsanwaltschaft (StA) Wien gegenüber MeinBezirk bestätigt, berichtet hat zuerst der „Standard“. Alle Personen sind zwischen 17 und 25 Jahren alt.
Der Hauptbeschuldigte ist ein 25-jähriger Mann, der der Drahtzieher sei und mehrfach vorbestraft sei. Er werde als „Menschenfänger von Favoriten“ bezeichnet und habe damals „eine feindselige Haltung“ gegenüber Syrern in Wien entwickelt. Er soll vor der großen Messerattacke beim Bahnhof Meidling via Instagram zu einer „Konferenz“ eingeladen haben, die sich mit der „Ausschaltung“ der syrischen Gruppe beschäftigen solle, so die Tageszeitung. Bei dieser waren angeblich 30 Angreifer anwesend. Aufruf zu Gewalt verneinte jedoch der 25-Jährige gegenüber den Ermittlern.
Das sind die Vorwürfe
Der Vorwurf gegen die Männer: absichtlich schwere Körperverletzung und schwere gemeinschaftliche Gewalt. Ob alle anderen angeklagten Personen in Wien wohnhaft seien sowie welche Staatsbürgerschaften sie besitzen, konnte man seitens der StA Wien nicht sagen.
Die Anklage wurde erst am 24. November von der StA an das Landesgericht für Strafsachen abgefertigt, aufgrund der Vielzahl der Personen konnte die Anklage erst am Freitag zugestellt werde, sagte Gerichtssprecherin Christina Salzburg auf MeinBezirk-Nachfrage. „Einen Termin kann es erst nach Rechtswirksamkeit der Anklage geben, die Einspruchsfrist beträgt 14 Tage ab Zustellung.“, so Salzborn. Also ist die Anklage noch nicht rechtskräftig.
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