Zugverkehr: (Fast) alles neu im Dezember

Der Wiener Hauptbahnhof wird mit Dezember endlich zur zentralen Drehscheibe im Zugverkehr. Auch sonst bleibt wenig beim Alten: Das WLAN soll verbessert werden. Auch die Fahrzeiten sollen sich verkürzen.

Wir haben uns angesehen, was sich in Wien und bei den zentralen Verbindungen quer durch Österreich tut:

• Hauptbahnhof Wien: Der Hauptbahnhof wird endgültig zur Verkehrsdrehscheibe. Auch alle Fernzüge der Weststrecke (nach Linz, Salzburg, Tirol, Deutschland) halten dann hier (mit Zwischenstopp in Meidling). Die ÖBB loben die gute Anbindung an die S-Bahn und den innerstädtischen Verkehr. Vom Hauptbahnhof gelangt man direkt zur U-Bahn-Linie U1, die etwa den Stephansplatz anfährt.

• Wien Meidling: Meidling ist quasi das neue Hütteldorf. Die Fernzüge zum Hauptbahnhof halten auch hier. Und: Wer von der Süd- auf die Weststrecke umsteigen will (also etwa Reisende von Graz nach St. Pölten), tut das am besten hier. Die Zeitersparnis soll riesig sein, sagen die ÖBB. Achtung: Künftig nicht mehr in Meidling halten die Vienna Airport Lines (Flughafenbus). Sie werden durch die neuen Fernverkehrszüge zum Flughafen Schwechat (siehe nächsten Punkt) obsolet. Der Flughafenbus 1187, der am Westbahnhof startet, wird ab 13. Dezember daher stattdessen beim Volkstheater, beim Rathaus und beim Schottentor stoppen. Die in Kagran startende Linie 1183 erhält einen neuen Stopp an der Station Krieau. Die Linie 1185 (vom/zum Schwedenplatz) bleibt unverändert.

• Zum Flughafen Wien-Schwechat: Der Flughafen ist nun besser erreichbar. Pro Stunde fahren zwei Züge der Weststrecke vom Hauptbahnhof weiter zum Flughafen. Auch von der Südstrecke kommt man besser zum Flughafen: ein Mal am Tag direkt oder weitere 15 Mal, indem man am Hauptbahnhof Wien jeweils in den Intercity umsteigt. Von Mödling bis zum Flughafen dauert es so im Idealfall nur 48 Minuten, von Wiener Neustadt sind es 52 Minuten. Von Graz fährt man bestenfalls 3 Stunden bis zum Flughafen, von Klagenfurt sind es 4 Stunden 18 Minuten.

• Wien Westbahnhof: Der Westbahnhof wird abgewertet. Im ÖBB-Fernverkehr spielt er keine Rolle mehr. Er soll ein Knoten für den Regionalverkehr sein: Der Regionalverkehr nach St. Pölten wird neu organisiert. Der REX fährt künftig im 30-Minuten-Takt. Aber Achtung: Der private Zugbetreiber "Westbahn" fährt weiter den Westbahnhof an.

• Wien Hütteldorf: Hütteldorf verliert gemeinsam mit dem Westbahnhof an Bedeutung. Wer von hier aus zum Beispiel nach Linz will, der kann nur noch mit der privaten Westbahn fahren. Oder er muss mit der U-Bahn bzw. Verbindungsbahn (S 60) zuerst zum Umsteigen nach Meidling. Oder er fährt mit dem Regionalzug zum Umsteigen nach St. Pölten.

• Kürzere Fahrzeiten quer durch Österreich: Durch die neuen Verbindungen und Intervalle verkürzen sich die Fahrzeiten, sagen die ÖBB. Von Wiener Neustadt nach St. Pölten etwa fährt man nur noch 1 Stunde 23 Minuten. Das ist eine Zeitersparnis von 30 Minuten. Bei vielen Verbindungen sei man nun deutlich schneller am Ziel als mit dem Auto, sagen die ÖBB. Von Innsbruck nach Wien Meidling brauche man etwa nur 4 Stunden. Mit dem Auto seien 4 Stunden 37 Minuten. (Details siehe Grafik)

• Besseres WLAN, gute Telefonverbindung: An den Bahnhöfen soll es künftig gratis WLAN geben. EIn Pilotprojekt an Westbahnhof, Hauptbahnhof und in Wiener Neustadt verlief positiv. Noch 2015 sollen elf weitere Bahnhöfe folgen: Wien Mitte, Flughafen Wien, St. Pölten, Salzburg, Innsbruck, Graz, Klagenfurt, Villach, Wels und Linz. Bis Ende 2016 sollen die 30 größten Bahnhöfe mit WLAN ausgestattet sein. Bis Mitte 2016 soll auch die WLAN-Qualität am Zug verbessert werden - ebenso wie der Telefonempfang. Bis 2018 soll guter Empfang auf 1.800 Kilometern Bahnstrecke gesichtert sein.

Autor:

Christoph Schwarz aus Wien

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