Benachteiligt im Home-Learning
3.111 Computer für Wiener Schüler fehlen

Nicht alle Kinder haben die gleichen Möglichkeiten, im Home-Learning dem Unterrichtsstoff zu folgen. Alleine in Wien fehlen bis dato mehr als 3.000 Computer für Kinder.
  • Nicht alle Kinder haben die gleichen Möglichkeiten, im Home-Learning dem Unterrichtsstoff zu folgen. Alleine in Wien fehlen bis dato mehr als 3.000 Computer für Kinder.
  • Foto: Foto: Computer für alle
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Haushalten sind besonders in der Corona-Krise beim Zugang zum E-Learning benachteiligt. Die Initiative www.computer-fuer-alle.at vernetzt Unternehmen und Privatspender mit Schulen, damit alle Kinder in Österreich Zugang zu Bildung haben.

WIEN. Manche Kinder haben ein eigenes Zimmer mit Schreibtisch und Laptop und Eltern, die sie bei den Aufgaben im Home-Learning tatkräftig unterstützen können. Andere Kinder haben nichts davon. Die Initiative „Computer für Alle“ versucht, allen Schülern den gleichen Zugang zu Informationen und Lernmaterialien auch während der Corona-Krise zu ermöglichen. Denn zumindest noch bis Mitte Mai bleiben die Schulen in Österreich voraussichtlich geschlossen.

„Arme Kinder sollen nicht zu armen Erwachsenen werden“, so Johann Schmit, Präsident des Österreichischen Wirtschaftsforums und Partner der Aktion "Computer für alle". Schmit spricht aus eigener Erfahrung. „Ich war ab 12 Jahren auf mich alleine gestellt, da mein Vater nach langer Krankheit verstarb und meine Mutter bis zu ihrem Lebensende im Krankenhaus war." Und weiter: "Nur Bildung hilft aus der Armut.“ Und darum haben Schmit und einige andere eine Vernetzungsplattform gegründet, die das Ziel hat, in Zeiten von Corona alle Kinder Österreichs bestmöglich mit Computern im Home-Learning auszustatten. Und der Bedarf ist riesig. 

3.111 Laptops für Wien fehlen

Die Vernetzungsplattform "Computer für alle" wurde am 23. März live geschaltet. Seither haben sich bereits unzählige Schulen aus ganz Österreich gemeldet. Mehr als hundert Schulen aus Wien geben an, dass 3.111 Computer für sozial benachteiligte Schüler benötigt würden. Tendenz steigend. 

„Gesundheitsvorsorge ist das eine, aber auch die Chancengerechtigkeit im Bildungszugang von Kindern muss gewahrt bleiben“, so Karina Tajmar, Ideengeberin und Inhaberin der Agentur CM Creative. „Wir hoffen jetzt auf die zahlreiche Unterstützung von Institutionen, der Wirtschaft und Privatpersonen, um möglichst viele sozial benachteiligte Kinder über Schulen mit Standcomputern, Laptops oder Tablets für zu Hause auszustatten“. 

Auf der Plattform können mit nur wenigen Klicks Privatpersonen und Unternehmen Schulen Computer zur Verfügung stellen. Die Schulen melden auf der Plattform, wie viele Computer benötigt werden, da Lehrer am besten Bescheid wissen, welche Schüler Hardware-Unterstützung benötigen. Die gespendeten Computer werden an die Schulen geliefert. Dort werden sie als erstes desinfiziert. Gleichzeitig sollen über „Computer für alle“ Schulen mit Internetanbietern vernetzt werden, die einkommensschwachen Familien Modems mit Gratis-Internet bis zu vier Monaten bereitstellen.

Zur Sache
Alle Infos gibt es auf www.computer-fuer-alle.at. Unterstützen kann man die Aktion auch über das Spendenkonto des Österreichisches Wirtschaftsforums – Aktion Computer für Alle, Erste Bank, IBAN: AT23 2011 1824 4505 7600

Autor:

Elisabeth Schwenter aus Penzing

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