Blümel:
Konjunkturpaket nach der Corona-Krise wahrscheinlich

Finanzmoinister Gernot Blümel kündigte 38 Milliarden Euro Hilfe für die österreichische Wirtschaft an.
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  • Finanzmoinister Gernot Blümel kündigte 38 Milliarden Euro Hilfe für die österreichische Wirtschaft an.
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Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) war am Dienstag in der ORF-Sendung "Eco Spezial" zu Gast. Dort sprach er über die österreichische Wirtschaft und die Corona-Krise. "Ein Konjunkturpaket wird es wahrscheinlich für die Zeit nach der Krise brauchen", so Blümel.

ÖSTERREICH. Momentan werde die Geschäftstätigkeit in Österreich auf ein Minimum beschränkt. Das diene dem Kampf gegen das Virus. Es gehe darum Leben zu retten und Arbeitsplätze zu erhalten. Über Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur könne man nach der Krise sprechen, wenn die Normalität wieder einkehre. 

Das Schlimmste verhindern

Auch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) war in der Sendung zu sehen. Der Wirtschaftseinbruch könne fünf Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen so der Vizekanzler. Er sei zuversichtlich, dass das Konjunkturpaket mit einem Volumen von 38 Mrd. Euro, oder zehn Prozent der Wirtschaftsleistung, diesen Einbruch abfangen könne. "Daher sind wir zuversichtlich, dass wir das Schlimmste verhindern können", so Kogler.

Wollen alle Unternehmen retten, die von den Schließungen betroffen sind: Kogler und Blümel.
  • Wollen alle Unternehmen retten, die von den Schließungen betroffen sind: Kogler und Blümel.
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Kogler kritisiert Nationalbankpräsident

Man wolle alle Unternehmen retten, die von den Schließungen betroffen seien, so Blümel und Kogler. Das sei wichtiger als sicherzustellen, dass nicht versehentlich ein Unternehmen unterstützt werde, das auch ohne die Krise gescheitert wäre. Kogler bezeichnete Aussagen des Nationalbankpräsident Robert Holzmann als "degoutant". Holzmann hatte von einem reinigenden Effekten der Corona-Krise gesprochen. "Ich hätte mir gewünscht, dass man sich so eine Wortmeldung erspart hätte, wenn man in so einer wichtigen Position sitzt", kritisierte Kogler.

Kogler bezeichnete Aussagen des Nationalbankpräsident Robert Holzmann als "degoutant"
  • Kogler bezeichnete Aussagen des Nationalbankpräsident Robert Holzmann als "degoutant"
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Erhaltung der Liquidität

Blümel machte Hoffnung, dass das Geld aus dem Härtefonds bereits kommende Woche fließen könnte. Auch das Finanzamt leiste wertvolle Unterstützung durch rasche Stundungen. Bisher seine rund 39.000 Anträge auf solche eingegangen, 36.000 davon sollen bereits bearbeitet worden sein. Den Betrieben seien dadurch vorerst Beträge von rund 1,2 Mrd. Euro erhalten geblieben, die nun zur Erhaltung der Liquidität beitrügen.  

"Verhundertfachung der Anträge"

Diese Liquidität könne nicht durch die Kurzarbeit gewährleistet werden. Dies liege daran, dass das Kurzarbeitsgeld erst im Nachhinein ausbezahlt werde. Die Liquidität müsse daher durch Kredite und Stundungen gewährleistet werden. Dennoch hätte das AMS das interne Ziel, Kurzarbeitsanträge innerhalb von 30 Tagen zu bearbeiten. Man versuche dieses Ziel einzuhalten trotz einer vielfachen "Verhundertfachung der Anträge", so AMS-Chef Johannes Kopf.

Autor:

Ted Knops aus Wien

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