Ursula Stenzel kandidiert in der Inneren Stadt und für den Gemeinderat auf der FP-Liste

Gemeinsam schritten FP-Chef Heinz-Christian Strache und Ursula Stenzel zur Verkündung.
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(ah/tba). Machtgeil sei sie nicht, erklärte Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel am Dienstagvormittag bei der gemeinsamen Pressekonferenz von ihr und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache, bei der die beiden bekannt gaben, dass Stenzel als unabhängige Kandidatin am Spitzenplatz der FPÖ-Liste für den 1. Bezirk und auf Platz 3 der Liste für den Landtag antreten werde.

"Kein persönlicher Grund"

Der Grund für die Entscheidung sei auch kein persönlicher gewesen - "ich entscheide nie etwas aus persönlichen Ressentiments" erklärte die Bezirkschefin, die 2005 und 2010 für die ÖVP den Spitzenplatz im Ersten erreicht hatte, nun aber durch einen anderen Spitzenkandidaten ersetzt worden war: Die ÖVP setzt für die Wahl im Oktober im 1. Bezirk mit Markus Figl auf einen jüngeren Kandidaten. Für ihre bisherige politische Heimat hat Stenzel dann aber doch einige abfällige Worte parat: "Die ÖVP ist mehr eine Funktionärspartei, dort gibt es viele Häuptlinge und wenige Indianer" sagte sie.

"Ausgrenzung immer schon ein Fehler"

Bei der Zusammenarbeit der ehemaligen TV-Journalistin Stenzel und der FPÖ gehe es darum, die rot-grüne Mehrheit zu brechen. Das ist das erklärte Ziel sowohl von ihr als auch von Heinz-Christian Strache. "Die Ausgrenzung der FPÖ war schon immer ein demokratiepolitischer Fehler," meint Stenzel, die der FPÖ vor allem in der für sie jetzt besonders drängenden Frage der Aylpolitik Lösungskompetenz zuschreibt. "Die Entwicklung war abzusehen, die bisherigen Anstrengungen haben nicht gereicht", sagt sie, die für die ÖVP auch im EU-Parlament saß. Sie drängt auf eine militärische Absicherung der EU-Grenzen und eine Stärkung der EU-Grenzschutzorganisation Frontex.

Zum beiderseitigen Vorteil

Für Heinz-Christian Strache, der mehrmals die schon immer amikale Beziehung zwischen ihm und Ursula Stenzel betont, liegen die Vorteile einer Kandidatur der wahrscheinlich prominentesten Bezirkschefin auf der Hand: "Wir bemerken eine Umstrukturierung der Wählerschaft und auch, dass Wähler von der ÖVP zur FPÖ kommen", erklärte er. Es gehe darum, eine historische Chance zu nutzen. Er beschreibt Stenzel als geradlinig, keine Duckmäuserin und gesellschaftspolitisch gut zur FPÖ passend: "Wir sind die soziale Heimatpartei, das ist nicht das Gegenteil von wertkonservativ."

Scharfe Kritik der SPÖ

Die SPÖ kritisiert den Wechsel scharf. "Um ihren Machthunger zu stillen, ist Stenzel offenbar jedes Mittel recht", so die stellvertretende Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt, Daniela Ecker-Stepp (SPÖ) in einer Aussendung.

Verrat an Bewohnern

Verrat an den Bewohnern des 1. Bezirks ortet VP-Spitzenkandidat Markus Figl: Dass eine vorgeblich christlich-soziale Pro-Europäerin wie Stenzel zu einer Partei wechselt, die für einen EU-Austritt und eine Einigelung Österreichs stehe und die sogar vor der Diffamierung von Leopold Figl nicht zurückschrecke, nehme ihr jegliche Glaubwürdigkeit, meint er. "Ich stelle den Führungsanspruch im Bezirk", fügt der Kandidat an.

Kaum überrascht ist Wien Anders-Spitzenkandidat im ersten Bezirk, der Politikwissenschaftler Sebastian Reinfeldt. Er werde dementsprechend keine Gelegenheit auslassen, um Stenzeln in Diskussionen herauszufordern, so Reinfeldt.

Alle Fotos: Arnold Burghardt

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