Welche Projekte die EU in Wien fördert

Jugendliche beim Verpacken von Schlagobersflaschen.
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  • Jugendliche beim Verpacken von Schlagobersflaschen.
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  • hochgeladen von Patrick Krammer

WIEN. Direkt hinter dem Gasometer liegt die Firma „Craft Jobs“. In einem unscheinbaren Gebäude verpacken Angestellte Schlagobersautomaten und warten E-Bikes. Einige der Angestellten sind auch im Werk von Manner für die Verpackung und Konfektionierung zuständig. Was daran so interessant ist? „Craft Jobs“ ist eine soziale Einrichtung, die 18 bis 24-jährige Mindestsicherungsempfänger auf die Arbeit vorbereiten soll.

Die meisten der jungen Menschen haben keine Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse oder auch psychische Probleme. „Hier werden sie langsam an alltägliche Strukturen herangeführt und nach ungefähr zwei Monaten bekommen sie einen Dienstvertrag“, erklärt Stefan Brinskele, Geschäftsführer der gemeinnützigen Trägerorganisation ReIntegra. Ab dann verpacken die jungen Leute eben Schlagobersautomaten oder bereiten gebrauchte E-Bikes auf. Zehn Monate lang dürfen sie hier arbeiten, danach haben die jungen Menschen entweder einen Job oder es geht es zurück zum Arbeitsmarktservice. Rund ein Drittel kann vermittelt zu werden. Das sei eine gute Quote für diese Art von Projekt, so Brinskele. Dass es sich dabei um Hilfsarbeiten handelt, sagt er auch ganz offen.

Nur durch EU-Förderungen möglich

Gefördert wird der Betrieb zur Hälfte von der EU und trotz einer guten Auftragslage braucht „Craft Jobs“ die Unterstützung der EU, genauer: des europäischen Sozialfonds. Ohne solche Förderungen würde es diese Art von Projekten viel seltener geben. Alleine in Wien werden mit vier Fonds der EU über 350 Projekte und Unternehmen gefördert. Wieso macht Wien das nicht einfach selbst, sondern verwendet EU-Förderungen? Den Vorteil versucht Heinrich Weber, Leiter der Abteilung für Urbanistik im MA27 zu erklären. Durch regionale Förderungen in einem abgegrenzten Gebiet könnten so bessere Effekte erzielt werden, als durch einzelne Maßnahmen, so Weber. Beispiele seien der Hannovermarkt oder die Gürtelmittelzone, die von der EU gefördert wurden und seitdem ganze Stadtzonen aufwerten.

Tage der offenen Tür

Um diese Arbeit zu bewerben organisiert die EU zusammen mit dem Magistrat für Europäische Angelegenheiten (MA27) Tage der offenen Tür. Unter dem Motto „EUropa in Wien“ werden vom 15. bis 19. Mai rund 40 Projekte vorgestellt, bei denen sich Besucherinnen vor Ort ein Bild machen können. So können sie sich Produktionsschulen, Technologiezentren oder auch eine Schneckenzucht anschauen. Auch hinter dem Gasometer, bei „Craft Jobs“, stehen die Türen wieder offen.

Jugendliche beim Verpacken von Schlagobersflaschen.
Für die Tiroler Firma Greenstorm werden E-Bikes aufbereitet und gewartet, bevor sie verkauft werden.

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