Wien (k)lebt auf
Wienweites Parkpickerl ab März 2022 fix

Die Ausweitung des Parkpickerls ist mit 1. März 2022 wienweit fixiert.
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Jetzt ist es fix: Die Stadt Wien führt das flächendeckende Parkpickerl ab März 2022 ein. Auch die Kurzparkzonen werden künftig einheitlich geregelt.

WIEN. Unter dem Motto "Wien (k)lebt auf" wird es ab 1. März 2022 in Wien ein flächendeckendes Parkpickerl geben. Das gaben Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) und Neos-Klubchefin Bettina Emmerling heute, Donnerstag, bekannt. Das Parkpickerl wird es somit erstmals in allen 23 Bezirken geben. Ausnahmen sind nur für wenige Bereiche wie etwa den Bisamberg und einzelne große Industriegebiete geplant.

Die Geltungsdauer des Parkpickerls ist in Zukunft überall von Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr. Die Kosten belaufen sich auf 10 Euro im Monat, somit 120 Euro im Jahr. Damit wird auch erstmals der Preis wienweit gleich sein. Zur Erinnerung: In den Randbezirken wie Favoriten oder Döbling kostete das Parkpickerl bisher 90 Euro im Jahr. Die Einnahmen sollen dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel zugute kommen. Jene Pickerl, die vor März 2022 erworben wurden, behalten ihre Gültigkeit.

Die Kurparkzonen werden ebenfalls wienweit einheitlich geregelt. Ab März 2022 werden diese von Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr gelten. Das Parken mit Parkschein ist in dieser Zeit maximal zwei Stunden erlaubt. Ausnahmen, wie etwa rund um die Stadthalle, wird es nicht mehr geben. Stattdessen sollen in diesem Bereich Anrainerparkplätze geschaffen werden.

"Ein Meilenstein"

"Die Ausweitung des Parkpickerls muss zeitgleich geschehen, sonst gibt es einen Dominoeffekt. In Simmering konnten wir den Verdrängungseffekt deutlich sehen, wenn das Parkpickerl nicht flächendeckend gültig ist", so Sima. 

Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), Neos-Klubobfrau Bettina Emmerling und Liesings Bezirksvorsteher Gerald Bischof bei der PK im Wiener Rathaus.
  • Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), Neos-Klubobfrau Bettina Emmerling und Liesings Bezirksvorsteher Gerald Bischof bei der PK im Wiener Rathaus.
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Schon jetzt sind Zweidrittel der Wienerinnen und Wiener zu Fuß, mit dem Rad oder den Öffis unterwegs. Zudem gibt es mittlerweile mehr Öffi-Jahreskartenbesitzer als Pkw-Zulassungen, erklärte Sima weiter. Dass es der rot-pinken Stadtregierung in so kurzer Zeit seit Amtsantritt gelungen sei, diese Maßnahme zu setzen, sei ein "Meilenstein", eine "historische Einigung". Neos-Klubchefin Bettina Emmerling pflichtete ihr bei: "Da ist etwas gelungen, was jahrelang nicht ging. Das zeigt einmal mehr, dass wir eine Fortschrittskoalition sind".

Hietzing entscheidet Ende Juni

Kein oder nur ein eingeschränktes Parkpickerl haben derzeit die Bezirke Simmering, Hietzing, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing. Bei der Pressekonferenz im Wiener Rathaus waren die jeweiligen Bezirksvorsteher dieser Bezirke anwesend – mit Ausnahme von Silke Kobald, ÖVP-Bezirksvorsteherin von Hietzing.

Der Grund: Das Parkpickerl muss im jeweiligen Bezirksparlament beschlossen werden – das ist im 11., 21. und 22. Bezirk bereits geschehen. Auch im 23. Bezirk wird es heute Abend soweit sein, wie Liesings Bezirkschef Gerald Bischof (SPÖ) verlauten ließ.

Die Abstimmung über das Parkpickerl in Hietzing fällt Ende Juni in der Bezirksvertretungssitzung. Statt Kobald kam SPÖ-Bezirksvize Matthias Friedrich zur Pressekonferenz ins Rathaus.

Simmering bisher geteilt

"Mir war wichtig, dass es keine Ausnahmen mehr gibt. Die Teilung Simmerings hat zu einem Verdrängungseffekt innerhalb des Bezirks geführt", sagte Simmerings Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (SPÖ).

Er verwies darauf, dass sein Vorgänger Paul Stadler (FPÖ) und die ehemalige Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) den Beschluss des Bezirksparlaments nicht umgesetzt hätten. Umso mehr freue sich Steinhart, dass es schon bald "ein einheitliches System" geben werde.

"Parkpickerl alternativlos"

Ebenfalls erfreut zeigte sich Liesings Bezirkschef Gerald Bischof (SPÖ). Man habe das Problem fraktionenübergreifend im Bezirk diskutiert und eine Einigung erzielt. Denn das bisher größte Problem im 23. Bezirk sei der Pendlerverkehr. Rund 60 Prozent der parkenden Autos entfallen derzeit auf jene ohne Wiener Kennzeichen, so Bischof.

"Das Parkpickerl ist alternativlos. Im gestrigen Bezirksparlament hat eine Zweidrittelmehrheit für das Pickerl gestimmt. Ich freue mich, dass das jetzt schnell umgesetzt werden kann", sagte Georg Papai (SPÖ), Bezirksvorsteher von Floridsdorf. Er nimmt die Gemeinden im Umland in die Pflicht. Es könne nicht das Problem von Wien sein, sich um kostenlose Stellmöglichkeiten für Pendler zu kümmern.

Donaustadts Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ) pflichtete seinem Amtskollegen bei. Er will den Pendlern sagen "Kommt gerne in die Donaustadt, aber kommt bitte mit den Öffis". Die Donaustadt habe rund 85.000 Stellplätze, davon seien aber 17.000 von Pendlern belegt, die im 22. Bezirk gratis parken. "Ein Pickerl nur entlang der U-Bahn würde zu einem Verdrängungseffekt führen. Es ist notwendig, wienweit einheitlich zu arbeiten", so Nevrivy abschließend.

Die Ausweitung des Parkpickerls ist mit 1. März 2022 wienweit fixiert.
Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), Neos-Klubobfrau Bettina Emmerling und Liesings Bezirksvorsteher Gerald Bischof bei der PK im Wiener Rathaus.
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