So geht es bis Ostern in den Schulen weiter
Zentralmatura findet statt, Schüler sollen zuhause bleiben

Schüler sollen ab nächster Woche nicht mehr in die Schule kommen. Für den "Unterricht" zuhause werden Übungshefte zur Verfügung gestellt. Die Kommunikation soll über E-Mail, Smartphone und Chatgruppen sichergestellt werden.
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  • Schüler sollen ab nächster Woche nicht mehr in die Schule kommen. Für den "Unterricht" zuhause werden Übungshefte zur Verfügung gestellt. Die Kommunikation soll über E-Mail, Smartphone und Chatgruppen sichergestellt werden.
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Ab Montag, 16. März, gibt es für Schüler der Oberstufen (14 bis 19-Jährige) keinen Unterricht in den Schulen mehr. Für Kindergartenkinder, Volks- und Unterstufenschüler (6 bis 14-Jährige) gilt Gleiches ab Mittwoch, 18. März. Für diese soll allerdings eine Notfallbetreuung zur Verfügung gestellt werden. Für die Zeit daheim werden einheitliche Arbeitshefte zur Abarbeitung des Unterrichtsstoffes mitgegeben. Die Zentralmatura soll wie geplant stattfinden. Für Eltern gibt es die Möglichkeit eines Sonderurlaubes von bis zu drei Wochen.

WIEN. Bildungsminister Heinz Faßmann hat die schulischen Rahmenbedingungen für die kommenden drei Wochen präsentiert. "Die Schule wird geschlossen, der Unterricht geht weiter", betonte der Minister einleitend. Die Schule als Institution werde auch weiterhin funktionieren.

Oberstufe: Unterricht nur mehr Zuhause

Ab Montag, 16. März können Oberstufen-Schüler nicht mehr zum Unterricht in den Schulen erscheinen. Die Schulen sind angehalten einheitliche Lernunterlagen zu erstellen, welche die Schüler bis Ostern zu erledigen zu haben. "Die Inhalte sind schulautonom zu erstellen. In den Schulen wird es einen Journaldienst geben, um die Schüler bestmöglich zu begleiten. Es gibt gute und erprobte Kommunikationskanäle, um mit Schülern und Eltern in Kontakt zu treten", erklärt Faßmann. Prüfungen, Schularbeiten und Tests finden nicht statt. Sollten diese für eine Beurteilung notwendig sein, dann können einzelne Arbeiten nachgeholt werden.

Zentralmatura findet statt

Die Zentralmatura wird vorerst nicht verschoben und soll wie geplant stattfinden. Über eine mögliche Verschiebung soll je nach Entwicklung der Neuerkrankungen entschieden werden. "Noch bleibt Zeit, um alles normal abzuwickeln", so der Bildungsminister.

Unterstufe, Volksschule und Kindergarten

Kindergartenkinder und die Schüler von 6 bis 14 Jahre sollen ab Mittwoch, 18. März nach Möglichkeit nicht mehr zur Schule oder in den Kindergarten kommen. Auch hier wird es einen Journaldienst und einheitliche Übunsghefte geben. Kinder, deren Eltern arbeiten gehen müssen und die deshalb nicht betreut werden können, etwa weil die Eltern im Gesundheitswesen beschäftigt sind, dürfen weiterhin zur Schule gehen. Dasselbe gilt für Kindergärten. "Der Betrieb soll aber so weit wie möglich reduziert werden. Wer also eine Betreuungsmöglichkeit hat, der soll zuhause bleiben", sagt Faßmann. Schularbeiten und Tests entfallen hier ebenfalls.

Kindergartenkinder und die Schüler von 6 bis 14 Jahre sollen ab Mittwoch, 18. März nach Möglichkeit nicht mehr zur Schule oder in den Kindergarten kommen.
  • Kindergartenkinder und die Schüler von 6 bis 14 Jahre sollen ab Mittwoch, 18. März nach Möglichkeit nicht mehr zur Schule oder in den Kindergarten kommen.
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Lehrplattform "Eduthek"

Ein zusätzliches Angebot für Schüler und Eltern ist die eigens eingerichtete Lehrplattfrom "Eduthek". Nach Fächern und Schulstufen sortiert, finden sich darauf mehr als 2.600 Lerninhalte, welche kostenlos genützt werden können. Die Bearbeitung ist digital als auch nach Ausdruck analog möglich.

Kostenlose Lehrbücher

Um die unterrichtsfreie Zeit aufgrund des Corona-Virus bestmöglich zu überbrücken, ermöglicht der Bildungsverlag Veritas allen Schülern einen kostenfreien Zugang zu digitalen Schulbüchern.
"Für Veritas ist der individuelle Lernerfolg aller Schülerinnen und Schüler in Österreich eine Herzensangelegenheit", so Geschäftsführer Nikolaus Donner. Solange die Schulen wegen Covid-19 geschlossen sind, kann man auf der Lernplattform www.scook.at alle digitalen Schulbücher des Verlags kostenfrei nutzen. Der Zugriff ist ab sofort ohne Login möglich.

Kein Schüler soll Nachteil haben

Bildungsminister Heinz Faßmann betonte nochmals ausdrücklich den Schritt den Unterricht in die eigenen vier Wände zu verlegen: "Wenn alle weiterhin in die Schule gehen, dann erreichen wir nichts. Desto mehr zuhause bleiben, umso niedriger ist das Infektionsrisiko."

Faßmann versichert auch, dass durch die Maßnahmen "kein Schüler einen Nachteil haben soll": "Das Lehrportfolio ist schon als Verpflichtung zu sehen. Wenn es sich nicht ausgeht, dann werden die Lehrenden sicher kulant kein. Es ist eine außergewöhnliche Situation mit außergewöhnlichen Maßnahmen. Der Lehrplan regelt ja nicht die Zeit welche man für eine bestimmtes Thema aufwenden soll."

ORF ändert Vormittagsprogramm

Auch der Österreichische Rundfunk wird auf die Ausnahmesituation eingehen und sein Vormittagsprogramm ändern. So wird das Kinderprogramm von 6 bis 9 Uhr ausgedehnt. Ab 9 Uhr wird dann die sogenannte "Freistunde" beginnen. Bis Mittag wird das Programm an die Bedürfnisse der Schüler angepasst. Von Universum bis zu kindergerechten Nachrichten soll dabei alles Platz finden. Gezeigt werden Dokus, Info-Beiträge und Erklärstücke sowie stündlich eine speziell für diese Zielgruppe gestaltete "Zeit im Bild" – die "ZIB Zack".

Sonderurlaub für Eltern

Arbeitnehmer, die ein Kind unter 14 Jahren betreuen müssen, können von ihren Arbeitgebern bis zu drei Wochen Sonderurlaub bekommen. Das kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) heute bei einem Pressestatement an. Allerdings entscheiden Unternehmen darüber, ob sie Mitarbeiter freistellen. Im Falle einer Freistellung übernimmt der Staat ein Drittel der Lohnkosten in den nächsten Wochen bis Ostern. Auf keinen Fall sollten Kinder zu den Großeltern gebracht werden.

Schüler sollen ab nächster Woche nicht mehr in die Schule kommen. Für den "Unterricht" zuhause werden Übungshefte zur Verfügung gestellt. Die Kommunikation soll über E-Mail, Smartphone und Chatgruppen sichergestellt werden.
Kindergartenkinder und die Schüler von 6 bis 14 Jahre sollen ab Mittwoch, 18. März nach Möglichkeit nicht mehr zur Schule oder in den Kindergarten kommen.
Autor:

Michael J. Payer aus Donaustadt

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