Da fährt der Zug darüber

No-Go: Verkehrstadtrat Martin Weber hält nichts von der Idee den Bahnübergang Südbahngasse aufzulösen.
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  • hochgeladen von Bianca Werfring

WIENER NEUSTADT. 15 Jahre und noch immer staut's: die Bahnübergänge an der B54, L148 (Lanzenkirchen nach Wiener Neustadt) sowie an der L4090 (Sägewerkssiedlung) rauben Pendlern den Nerv.
Ähnlich lange arbeitet man an einer Lösung. Zumindest haben die ÖBB, das Land Niederösterreich und Vertreter der Stadt Wiener Neustadt am Verhandlungstisch Platz genommen. Konkrete Lösungsansätze lassen aber auf sich warten. Zumindest offiziell. Inoffiziell hat man schon einen Plan.
Unter anderem auch jenen einer B54-Unterführung ähnlich wie bei der B17. "Ich habe davon ganz zufällig in Wien erfahren", verrät Verkehrsstadtrat Martin Weber.
Nachgefragt kennt er natürlich auch schon Details. "Für eine Unterführung in dieser Größe sind massive Umbauarbeiten notwendig. Auch das Brunnenwerk Süd soll auf das Brunnenfeld im Föhrenwald verlegt werden. Dazu müssen auch Zufahrten verändert werden. Alles gut und schön. Da spricht nichts dagegen, aber im Zuge des Unterführungsbaus sollen Bahnübergänge aufgelöst werden", merkt Weber an.
Einer davon ist der Bahnübergang Badener Straße beim Raiffeisen Lagerhaus.
"Dieser ist zu verschmerzen, aber die beiden anderen können nicht ernst gemeint sein", ärgert sich der Verkehrsstadtrat.
Gerüchteweise sollen der Bahnübergang Gymelsdorferstraße/Breitenauer Gasse sowie jener in der Südbahngasse eingestampft werden. "Das sind zwei No-Gos. Wenn die Breitenauer Siedlung über die Stadt fahren müsste, okay, aber die Gymelsdorferstraße mit 350 neuen Wohnungen, dem Bauhof und Eisen Schelnast geht gar nicht. Damit rollen LKW durch ein Wohngebiet. Die Marktgasse wird zusätzlich belastet, die Richtergasse ist zu schmal für Schwerverkehr. Dieser Plan ist ein Ding der Unmöglichkeit", betont Weber.
Ähnlich problematisch das eventuelle Aus in der Südbahngasse. "Dann brettern 38 t Chemietransporter und die Partsch-Busse durch die Fischelkolonie", befürchtet Weber und geht schon jetzt - im Fall des Falles - von massiven Anrainerprotesten aus.
"Ich verstehe, dass man Kompromisse eingehen muss, aber diese Einschnitte gehen nur auf Kosten der Bevölkerung und das kann es nicht sein. Daher möchte ich jetzt schon an die Verhandler appellieren diese Ideen schnell wieder zu verwerfen. Jetzt ist noch Zeit dafür", plädiert Weber für eine andere Lösung.

No-Go: Verkehrstadtrat Martin Weber hält nichts von der Idee den Bahnübergang Südbahngasse aufzulösen.

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