Neue Serie "Wiener Neustadt von damals"
Die Geburt eines Arbeiterviertels

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WIENER NEUSTADT (Bericht von Karl Kreska). Eigentlich heißt das Viertel Döttelbachsiedlung, wird aber auch nach mehr als 100 Jahren häufig „Kriegsspital“, genannt. „Am 6. Jänner 1915 berichtete im Gemeinderat Stadtrat Auer im Namen der Wirtschaftssektion über Heerespläne, dass in Wiener Neustadt Lazarettbaracken für 1500 Mann errichtet werden sollten“, schreibt Walter Edelbauer in seinem Buch „Das A. ö. Krankenhaus Wiener Neustadt.“ Die Kosten für Grund, 34 Objekte und Wasserleitung musste die Gemeinde stemmen, so auch für die 1917 errichtete Kläranlage, die notwendig wurde, da bis dahin die Kanalisation in die Fischa geleitet wurde. Entsorgt werden, mussten dabei die Abwässer von knapp 2000 Menschen (1650 Patienten, 300 Personen Personal), was zu einer Überbelastung der Fischa führte.

Für das Lazarett waren 15 Baracken für je 100 Mann vorgesehen, außerdem gab es 3 Infektionsbaracken für je 50 Mann, ein Verwaltungsgebäude, Unterkünfte für Ärzte und Pflegepersonal, Bade- und Kleiderdesinfektionsräume, eine Werkstätte und einen Operationssaal.
Durch den Zuzug von enorm vielen, meist ausländischen Arbeitskräften für die Kriegsindustrie waren die Kapazitäten des Kriegsspitales bald erschöpft und es mussten Ausweichstellen z. B. in der alten Lokomotivfabrik, der städtischen Turnhalle oder der Taubstummenanstalt, gesucht werden.

Mit dem Kriegsende 1918 wurde das Kriegsspital aufgelöst, obwohl der damalige Leiter des Krankenhauses Dr. Reich, auf Grund der guten medizinischen Ausstattung der Einrichtung, für eine Weiterführung plädierte.
Am 15, Jänner 1920 wurde der Lazarettbetrieb eingestellt, es entstand, da die Wohnungsnot sehr groß war, nach und nach die nach dem Mühlenbesitzer Adam Döttelbach benannte Siedlung.

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