Anonymer Lebensmittelgeschäfttest 1
Die Merkurcity gibt Corona nur beim Eingang eine Chance

Der anonyme Lebensmittelgeschäfttester (ALGT) nahm sich den Merkur vor.
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  • Der anonyme Lebensmittelgeschäfttester (ALGT) nahm sich den Merkur vor.
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Ich arbeite im Auftrag der Bezirksblätter Wiener Neustadt und prüfe ab sofort und solange die Corona-Schutzmaßnahmen laufen, die Lebensmittelgeschäfte der Region auf ihre Krisentauglichkeit, wobei ich nach folgenden Kriterien vorgehe:

  1. Schutz und Sicherheit
  2. Verhalten der Kunden
  3. Verhalten der Angestellten
  4. Angebote an Klopapier, Desinfektionsmittel, Nudeln, Dosen
  5. Corona-Bier (Spaß muss sein)
  6. Gesamtstimmung
  7. Sonstige Auffälligkeiten

WIENER NEUSTADT - Merkurcity, Stadionstraße.
Architekturbedingt muss auch der anonyme Lebensmittelgeschäfttester (ALGT) ganz schön lange hatschen, bis man endlich in die Lebensmittelabteilung des Merkur gelangt. Setzt man sich schon ab dem Parkplatz - egal ob Parkhaus oder draußen - die Schutzmaske auf, so wird das ein wenig atemraubend.

Abstand wurde von den meisten Kunden gewahrt.
  • Abstand wurde von den meisten Kunden gewahrt.
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Münzen und kein Desimittel

Die erste Enttäuschung vorm Eingang und unter der Rolltreppe: Die Einkaufswagerl sind nicht einfach mit zu nehmen, man muss erst umständlich mit Münzen hantieren. Lästig, wenn einem schon die Maske das Gesicht zu zerfressen droht, dann dies auch noch. Außerdem tut es der Hygiene sicher nicht gut, genauso wie das fehlende Desinfektionsspray für die Wagerlgriffe. Ob es Sinn macht oder nicht - kann ich nicht beurteilen (wer schon?), aber es würde auf jeden Fall zum Sicherheitsgefühl beitragen.

Ekelfaktor Einkaufswagerl.
  • Ekelfaktor Einkaufswagerl.
  • Foto: ALGT
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Kunden höflich, aber...

Einmal drinnen, ist das Merkur-Angebot dann natürlich atemberaubend. Dinge nur für den unbedingten Bedarf? Naja. Der Merkur bietet zumindest noch bis Ostern volles Programm. Auch beim Gebäck - wo das "Spanische Corona", ein Art Brotkranz, sehr gerne gekauft wird. Vom Namensvetter, dem Kukuruz-Bier in der Getränkeabteilung, ist mehr als genug vorhanden.
Die Leute, am 3. April waren noch nicht alle maskiert und haben auch am Eingang keine Maske erhalten, gehen sehr respektvoll mit der Abstandsvorgabe um. Und das, obwohl die Merkurcity beileibe keine Geistercity ist. Auch empfand ich die meisten Kunden als sehr höflich und einem Lächeln zugetan. Verwundert hat mich, dass ich am Nachmittag so viele Senioren herumgehen sah. Sollten die nicht gleich in der Früh gehen, wo noch alles frisch desinfiziert ist? 

Volles Angebot

Auch das übrige Angebot - Klopapier, Nudeln, Dosen - war in Übermaß vorhanden. Desinfektionstücher von Meister Proper gibt es auch.

Für eine längere Party reicht es.
  • Für eine längere Party reicht es.
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Angestellte sind weltklasse

Ich möchte nicht in der Haut der Angestellten stecken, hätte Verständnis für Grantigkeiten oder manchen Auszucker. Bei meinem Besuch gab es dies alles nicht, im Gegenteil: ich begegnete ausschließlich zuvorkommenden, geduldigen und eifrigen MerkurianerInnen. Sogar als ein Glas Rote Rüben am Boden zerschellte. Wisch, wasch, weg und weiter geht's!
Bei der Kasse dann eine freundliche Dame, die sogar ein bisserl zum Scherzen (ja, der ALGT kann auch lustig sein) aufgelegt war. Nur die Bänder ihrer Maske reiben ein bisserl stark hinter ihren Ohren - hier sind Lösungen gefragt, den Angestellten zuliebe!

Die Bewertung: * alarmierend  ** gerade noch in der Norm   ***so sollte es immer sein  **** sehr gut, über Standard  ***** Weltklasse, Corona hat keine Chance

Schutz und Sicherheit ** (Abzüge für NOCH keine Masken und Einkaufswagerl - siehe Text)
Verhalten der Kunden **** (überraschend diszipliniert, Großes Fragezeichen waren die Senioren)
Verhalten der Angestellten ***** keine Mängel
Angebote an Klopapier, Desinfektionsmittel, Nudeln, Dosen **** (komplettes Sortiment)
Corona-Bier (Spaß muss sein) **** genug für mehrere Monate 
Gesamtstimmung *** Keine Jubelstimmung, aber vernünftiges Miteinander
Sonstige Auffälligkeiten: Die Schutzmasken für die Angestellten reiben die Haut hinter den Ohren auf, was schmerzt. Geheimtipp: Spanische Corona - Superbrot

In diesem Sinne: Denken sie positiv und bleiben Sie negativ!

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