Einblick in Wiener Neustadts Schatztruhe

Gerhard Geissl erklärt Tina Staringer den Wappenbrief, der die Privilegien der Stadt sicherte.
3Bilder
  • Gerhard Geissl erklärt Tina Staringer den Wappenbrief, der die Privilegien der Stadt sicherte.
  • hochgeladen von Peter Zezula

In der Stadt findet sich aber eine ganze Reihe wertvoller Kunstgegenstände. SR Franz Piribauer und Museumsleiterin Eveline Klein halfen den Bezirksblättern, einige solcher unschätzbaren Gegenstände ins Gedächtnis zu rufen. Stadtrat Franz Piribauer wies eingangs darauf hin, dass man den Wert der einzelnen Gegenstände nicht generell festlegen kann, da häufig der ideelle Wert unschätzbar, der monetäre Wert wesentlich geringer ist.

Kostbare Kunst

Zu den wohl wertvollsten Objekten zählen, wie Mag. Eveline Klein feststellte:
1. Der Judenspott, ein Steinrelief aus dem 15. Jahrhundert, das 4 Juden zeigt, die an den Zitzen einer Sau, den unreinsten Tieren in ihrer Religion, saugen, ein weiterer hält sich am Schwanz fest und zwei kauern am Boden. Es ist eines der abstoßendsten Motive judenfeindlicher Propaganda. Von hier kommt auch das Schimpfwort „Saujud“.
2. Eine Urkundenkassette, die die erste Darstellung einer Ratssitzung in Österreich beinhaltet und heute noch von Historikern aus der ganzen Welt für ihre Forschungen herangezogen wird. Sie trägt außen den habsburgischen Wahlspruch A * E * I * O * U, den Friedrich III. als Signatur auf seinem Wappen trug.
3. In der Zeit vom 13. – 16. Jh. und der frühen Neuzeit erhielt die Stadt eine Reihe von Privilegien der jeweiligen Herrscher mit prächtigen Wachssiegeln.
4. Ein Highlight ist auch ein Evangeliar, das von Friedrich III. an das Neukloster übergeben wurde.
5. Ein seltene, äußerst wertvolle Lutherbibel, die noch zu Luthers Zeiten von Hans Lufft gedruckt wurde, hat man 2003 in der evangelischen Pfarre Wiener Neustadt entdeckt.

Wertvolle Wahrzeichen

Zu den vielen historisch wertvollen Gebäuden, von denen einige auch Wahrzeichen der Stadt sind, zählen der Wasserturm genauso wie der Reckturm, der schon bei der Gründungsvermessung 1192 eine Rolle spielte, der Liebfrauendom, im Kern spätromanisch und das Neukloster, in dem sich das Grabmal von Eleonore von Portugal befindet. Nicht zu vergessen die Militärakademie, die älteste der Welt und die Kasematten, ein Wallgewölbe, das Teil der turmbewehrten Stadtmauer war und ein Herzstück der Landesausstellung 2019 werden soll.

Autor:

Peter Zezula aus Niederösterreich

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Newsletter Anmeldung!

Du willst Infos, Veranstaltungen und Gewinnspiele aus deiner Umgebung?

Dann melde dich jetzt für den kostenlosen Newsletter aus deiner Region an!

ANMELDEN

Newsletter Anmeldung!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.