Entscheidung verschoben

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Alles auf Anfang: Mit der Verschiebung der Bauverhandlung für die Klärschlammverwertungs-anlage ist eine Entscheidung vorerst auf Monate vertagt.

WÖLLERSDORF-STEINABRÜCKL. Eigentlich hätte in der Vorwoche die Bauverhandlung bei der Umweltabteilung des Landes NÖ für die geplante Klärschlammverwertungsanlage Kalogeo im Industriegebiet Wöllersdorf stattfinden sollen. Doch es kam anders. Auf Ansuchen des Projektbetreibers Kalogeo wurde die Verhandlung vorerst verschoben.
„Zuletzt hat es von Seiten der Bevölkerung massive Proteste gegen die Anlage gegeben. Die Stimmung ist derzeit sehr aufgeheizt. Wir möchten in den kommenden Wochen in Ruhe mit den Anrainern und der Bevölkerung der Region kommunizieren, um die Bedenken gegen das Projekt auszuräumen. Auch an anderen Standorten gab es zuerst Proteste und Einsprüche gegen die Anlage, in Gesprächen und Projektgruppen mit den Bewohnern konnte aber immer eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden werden“, erläutert DI Dr. Peter Ramharter, Erfinder des patentierten Verfahrens und Kalogeo-Geschäftsführer. In den nächsten Wochen will sich Kalogeo nun mit Vertretern der Anrainer und der Gemeinde zusammensetzen und über die weitere Vorgehensweise beraten.
Die Zeit nutzen will auch die Gemeinde Wöllersdorf-Steinabrückl. Immerhin muss man nun rund vier bis sechs Monate auf den nächsten Termin warten. Doch dieser Zeitraum wird, geht es nach Bürgermeister Ing. Gustav Glöckler, nicht ungenutzt verstreichen. „Die Verschiebung erfolgte aus taktischen Gründen. Der Projektant will offenbar Ergänzungen und Änderungen zu den Verfahrensunterlagen vornehmen. Doch die Verschiebung hat nicht nur Nachteile für uns. Damit verlängert sich auch die Einspruchsfrist. Und so viel steht fest, wie auch Kalogeo, werden wir die Zeit nutzen und noch weitere Argumente gegen die Anlage finden. Wir haben unser Pulver noch nicht verschossen.“
Das wird die Bevölkerung von Wöllersdorf-Steinabrückl freuen. Über 600 BürgerInnen haben bereits mit ihrer Unterschrift gegen die Klärschlammverwertungsanlage den Unmut gegen das Projekt kund getan. Diese wurden bereits bei der Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt eingereicht.

Probleme und Streit vorprogrammiert
„Ein derartiges Projekt im Siedlungsgebiet ist der Bevölkerung nicht zumutbar. Das haben uns die Besichtigungen, die wir mit den Verantwortlichen von Kalogeo in anderen Anlagen dieser Art unternommen haben, gezeigt. Wir waren nicht von Anfang gegen das Projekt. Außerdem ist es von unternehmerischer Seite nicht optimal mitten in der Ortschaft zu bauen. Als Unternehmer würde ich mich nie für einen Neubau im Siedlungsgebiet entscheiden. Da sind Probleme und Streit vorprogrammiert. Das sollte auch den Projektanten klar sein. Wir werden jedenfalls alles tun um das Projekt zu verhindern“, versichert Glöckler.

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