Musikschulunterricht für Niederösterreichs Schülerinnen und Schüler von zu Hause aus gesichert
Musikunterricht von zu Hause aus wurde rasch ermöglicht

„Musikschule kommt nach Hause“.
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  • Foto: Land NÖ
  • hochgeladen von Peter Zezula

Gerade in Zeiten von Homeoffice und e-Learning wird vom Land Niederösterreich auch der Musikunterricht in den eigenen vier Wänden ermöglicht.

WIENER NEUSTADT (Red.). Die Schließung der Musikschulen ist umgehend erfolgt, aber gleichzeitig wurde in den meisten Gemeinden der Unterricht auf digitale Lehre umgestellt. Zur Unterstützung in diesem Prozess erstellte das Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich in wenigen Tagen eine digitale Informations- und Service-Website, mit der auch der Austausch unter den Lehrenden hinsichtlich ihrer Erfahrungen und Modellen unterstützt wird. Durch das hohe Engagement und die Flexibilität der 2.300 Lehrenden konnte damit die musikalisch künstlerische Bildung weitestgehend aufrechterhalten werden.

„Unser Musikschulsystem ist vielfältig und einmalig zugleich. Und ich bin stolz darauf, dass der Unterricht in Krisenzeiten nicht entfällt, sondern jetzt digital begleitet wird. Danke allen Musikschullehrern, Eltern und Schülern, dass hier die Umstellung rasch ermöglicht wurde und durchgeführt wird. Damit stellen wir im Musikschulwesen unter Beweis, dass wir in Niederösterreich Talente und Kreativität auch durch digitale Technologien unterstützen und fördern können", so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

„Musikschule kommt nach Hause“ bedeutet, dass weiterhin auf jedes Kind individuell eingegangen wird. Dies ist einmalig und die über 2.300 Lehrkräfte haben sich innerhalb kürzester Zeit auf diese erweiterte Form des Unterrichts eingestellt.

Grundsätzlich verwenden die Lehrenden Tools, die für die Schülerinnen und Schüler sowie Eltern einfach zu bedienen sind. Damit wird den Familien die Umstellung leicht gemacht, der Musikschulunterricht als „cooles Angebot“ erlebt und möglicher Druck durch die Anwendung ungewohnter digitaler Kanäle weitgehend vermieden.

Fakten aus einer telefonischen Befragung unter den 127 Musikschulleiterinnen und 
-leitern:
Der überwiegende Teil der Musikschulen verwendet zur Betreuung Skype 
(92 %), WhatsApp (90 %), Signal und Facetime (je 35 %), Zoom-Videokonferenzsoftware (5 %) und Microsoft-Teams (11 %).

Distance-Learning mittels digitaler Übertragungsformen, insbesondere hinsichtlich der ganzheitlichen Aspekte von Musikschulunterricht (hören, fühlen, spüren, bewegen) werden aufgezeigt. Digitaler Unterricht ist sehr hilfreich, ersetzt aber kein Face-to-Face-Lehren.
Die vielen (neuen) Erfahrungswerte hinsichtlich der Anwendung von digitalen Tools können zukünftig auch im analogen Musikschulunterricht eingesetzt werden.
Von 2.300 Lehrenden haben 2.270 einen dauerhaften Kontakt mit ihren Schülerinnen und Schülern (aufgrund des Fehlens technischer Anforderungen, der Homeoffice-Situation oder durch Krankheit können bei manchen die Kontakte nicht hergestellt werden).
Bewertung der Situation: 95 % kommen mit der Situation sehr gut oder gut zurecht und 97 % der Eltern sehen das Angebot als sehr gut oder gut. Das hohe Engagement der Lehrenden wird oftmals gelobt sowie das lösungsorientierte Herangehen an den digitalen Unterrichtsbetrieb.

Die Musikschulen in Niederösterreich entwickeln sich auch in ihrer Struktur weiter. Um Erfahrungswerte für einen übergreifenden Unterricht zu schaffen, gibt es Pilotstandorte für Musik- und Kunstschulen, die Schauspiel, Malen, Film und Foto sowie kreatives Schreiben in ihr reichhaltiges Programm aufgenommen haben.

Niederösterreich ist on top bei den insgesamt 127 Musikschulen in 493 Gemeinden: 60.000 Schülerinnen und Schüler, mehr als 35.000 Wochenstunden, durchschnittlich sind 468 Schüler in einer Musikschule, 32 % sind zwischen fünf und neun Jahre, 1.150 Schülerinnen und Schüler nehmen an Wettbewerben teil.

Das „Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich“, als Tochterbetrieb der Kultur.Region.Niederösterreich ist zuständig unter anderem für Aus- und Fortbildung, für das landesweite Monitoring, für regionale und niederösterreichweite Vernetzung, für Wettbewerbe, für Orchester bis hin zur Musikschulförderung.

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