So griechisch ist Wiener Neustadt

Reini und Etta Kadlec
5Bilder

WIENER NEUSTADT. Ganz Europa zittert mit den Griechen, ob sie die Krise meistern können. Die Krise könnte auch Auswirkungen auf unsere Heimat haben. Denn ein Lokalaugenschein zeigt: Die Stadt Wiener Neustadt ist griechischer als man denkt.
Denn nicht nur griechischer Wein, Moussaka, Ouzo oder gar griechischen Landschildkröten haben sich nach Wiener Neustadt "verirrt". Auch der ein oder andere Grieche. Denn was wäre schon Wiener Neustadts Gastroszene ohne Evripidis Mavrofrydis (Restaurant Olymp) und seiner Familie? Seit mehr als 25 Jahre lebt der Grieche in Österreich und sorgt mit seinem südländischen Schmankerln für ein wenig Hellas in der Allzeit Getreuen. Im zur seite steht seine Schwester Maria Mavfrofrydou. Sie folgte ihm vor 15 Jahren und fand in Wiener Neustadt mit ihren nunmehrigen Ehemann Georgos Micholos die große Liebe und auch eine neues Zuhause. Mit dem Gedanken ist man aber immer noch bei der Verwandtschaft in der alten Heimat. "Ich telefoniere täglich mit meiner Mutter Athanasia. Sie wohnt in Thessaloniki, ist 75 Jahre, hat das ganze Leben gearbeitet und muss sich nun sorgen. Sie will, dass Griechenland in der EU, im Euro bleibt", schildert Maria. Prinzipiell kennen Maria und Georgos die Ängste der Griechen. Maria: „Der Griechischen Bevölkerung geht es nicht gut. Das haben Land und Menschen nicht verdient. Die, die das finanzielle Chaos verschuldet haben, sollen dafür bezahlen – nicht der einfache Mann von der Straße."
Und trotzdem bleiben die Griechen immer freundlich - wie Reinhard Kadlec versichert. Er und seine Frau Etta kehrten erst in der Vorwoche von ihrem Griechenland-Urlaub zurück. "Es war schon mein vierter oder fünfter Urlaub in Griechenland. Ich habe immer nur gute Erfahrungen gemacht. Ein freundliches Land mit total freundlichen Menschen. Das war auch heuer wieder so. Was mir aber aufgefallen ist: es waren fast keine Deutschen unterwegs. Aber im Gegensatz zu so manchen Meldungen gibt es mit dem Geld überhaupt kein Problem. Ich habe zweimal angehoben und immer etwas bekommen", schildert Kadlec. Dafür ging auch das Referendum nicht sang- und klanglos an den beiden Wiener Neustädter Urlaubern vorbei. "Einige Tage vor dem Referendum haben die zwei Lager schon mobil gemacht. Da waren auch Transparente zu sehen. Ich kann zwar keine griechisch aber untereinander haben sie sehr wohl diskutiert, das habe ich schon erkannt."

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen