Wohnraumeinbrüche im Bundesgebiet (u.a. auch im Bezirk Wiener Neustadt) geklärt.

„Diese Erfolge verdanken wir der präzisen Tatortarbeit sowie dem Fingerspitzengefühl unserer Polizistinnen und Polizisten bei den Ermittlungstätigkeiten“, so Haijawi-Pirchner (r.) bei der Pressekonferenz.
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  • „Diese Erfolge verdanken wir der präzisen Tatortarbeit sowie dem Fingerspitzengefühl unserer Polizistinnen und Polizisten bei den Ermittlungstätigkeiten“, so Haijawi-Pirchner (r.) bei der Pressekonferenz.
  • Foto: LPD NÖ
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Bedienstete der Diebstahlsgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich klärten nach monatelangen intensiven Ermittlungstätigkeiten, bei zwei verschiedenen Amtshandlungen eine Vielzahl an Einbrüchen in Eigenheime im Bundesgebiet.
Die Mitglieder der ausgeforschten Tätergruppierungen stammen aus Bosnien und Rumänien.
Dem derzeitigen Stand der Ermittlungen zufolge wurden jedenfalls 28 Privatpersonen Opfer dieser kriminellen Vereinigungen.
Die Gesamtschadenssumme der geklärten strafrechtlichen Delikte beträgt mehr als 200.000 Euro.
Gewerbsmäßiger Wohnhauseinbruch in NÖ, OÖ und Wien – rumänische Tätergruppe
Drei einschlägig in Rumänien und zum Teil in Deutschland wegen Eigentumsdelikten vorbestrafte rumänische Staatsbürger im Alter von 34, 36 und 42 Jahren stehen im Verdacht, sich jedenfalls seit Anfang Mai 2017 zu einer kriminellen Vereinigung zusammengeschlossen zu haben, um in unterschiedlicher personeller Zusammensetzung, fortlaufend Einbruchsdiebstähle in Wohnhäuser zu verüben und so deren Lebensunterhalt zu bestreiten. Zwei von ihnen befinden sich in Haft.
Der 36-jährige rumänische Staatsbürger wurde am 23. Juni 2017 unmittelbar nach der Begehung eines versuchten Wohnhauseinbruchs in Maria-Anzbach, Bezirk St. Pölten, festgenommen.
Nach erfolgter Anzeigeerstattung wegen des Einbruchsversuchs, wurden sofort Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Eine Streife der Polizeiinspektion Neulengbach hielt in Neulengbach einen Mann an, auf den die Personsbeschreibung zutraf. Der 36-Jährige leistete bei der Anhaltung heftigen Widerstand und riss sich los. Nach kurzer Flucht zu Fuß, gelang es den Beamten der Polizeiinspektion Neulengbach den Verdächtigen festzunehmen. Dem 36-Jährigen konnten neben dem Widerstand gegen die Staatsgewalt insgesamt neun Wohnhauseinbrüche im Zeitraum von 18. Mai 2017 bis 23. Juni 2017, in Niederösterreich in den Bezirken Tulln, Mödling und Wr. Neustadt, sowie in Wien 13. und 23. zugeordnet werden.
Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf ca. 107.000 Euro, wobei die Sachschadenssumme ca. 7.000 Euro ausmacht.
Der Beschuldigte wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.
Eine weitere Festnahme eines Mitgliedes dieser Tätergruppe erfolgte am 6. Juli 2017 in Oberösterreich.
Der 34-jährige rumänische Staatsbürger wurde nach einem räuberischen Diebstahl – Bargelddiebstahl aus einem Klassenzimmer in einer Schule – und einem Einbruchsdiebstahl in ein Wohnhaus, beide Tatorte in Leonding, Bezirk Linz-Land, von Bediensteten der Polizeiinspektion Leonding festgenommen. Die gesamte Beute wird mit einem Wert von mehr als 700 Euro beziffert.
Der Beschuldigte wurde in die Justizanstalt Linz eingeliefert.
Weitere Erhebungen zum 34-Jährigen wurden beginnend mit August 2017 von Ermittlern des Landeskriminalamtes Niederösterreich geführt. Aufgrund eines Spurentreffers konnte dem Beschuldigten ein Wohnhauseinbruch am 12. Mai 2017 im Bezirk Bruck an der Leitha zugeordnet werden.
Nach erfolgter Vernehmung des 34-Jährigen in der Justizanstalt Linz, gelang es den Beamten der Diebstahlsgruppe dem Beschuldigten weitere Wohnhauseinbrüche in Niederösterreich zuzuordnen. Der 34-Jährige gab an, als Einzeltäter gehandelt zu haben. Aufgrund weitere umfassender Ermittlungstätigkeiten erhärtete sich jedoch der Verdacht, dass er Komplizen hatte.
Als Mittäter forschten die Ermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich schließlich den bereits in Haft befindlichen 36-Jährigen sowie den noch flüchtigen 42-jährigen Beschuldigten aus.


Aufgrund der Ergebnisse der Ermittlungen sowie Geständnissen konnten der dreiköpfigen Tätergruppe insgesamt 13 Wohnhauseinbrüche in Niederösterreich in den Bezirken Baden, Bruck an der Leitha, Korneuburg, Mödling, St. Pölten, Tulln und Wiener Neustadt zugeordnet werden.

Die Einbruchsdiebstähle wurden in unterschiedlicher personeller Zusammensetzung, im Zeitraum von 4. Mai 2017 bis 14. Juni 2017 verübt. Diebesgut im Gesamtwert von ca. 50.000 Euro wurde bei den Tathandlungen erbeutet.
Bei den Einbrüchen wurden Fenster und Türen gewaltsam aufgebrochen oder sich auch Zutritt über gekippte Fenster verschafft. Gestohlen wurden insbesondere Schmuck, Bargeld, Elektronikartikel und andere Wertsachen. Bevorzugt brachen die vorerst unbekannten Täter in Einfamilienhäuser in Siedlungsgebieten entlang der Westbahnstrecke ein. Das Diebesgut dürften die Beschuldigten an Hehler in Wien verkauft haben.
Insgesamt konnten im Zuge der kooperativen Zusammenarbeit des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Diebstahl, mit den Polizeiinspektionen Neulengbach und Leonding, der rumänischen Tätergruppe
• 7 versuchte und 16 vollendete Einbruchsdiebstähle in Wohnhäuser 

• 1 räuberischer Diebstahl und 

• 1 Widerstand gegen die Staatsgewalt
in Niederösterreich, Oberösterreich und Wien zugeordnet werden.
Der Gesamtwert der Beute beträgt mehr als 150.000 Euro und die Sachschadenssumme beläuft sich auf etwa 40.000 Euro.
Aufgrund der Ermittlungsergebnisse durch die Diebstahlsgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich, erließ die Staatsanwaltschaft Korneuburg einen EU-Haftbefehl gegen den noch flüchtigen 42-Jährigen.

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