"Möchte Region etwas zurückgeben"

Reinhard Hundsmüller

WALPERSBACH. Nach Alfredo Rosenmaier gibt es mit Reinhard Hundsmüller noch einen starken Mann im Team der SPÖ Niederösterreich. Als ehemaliger Polizeibeamter und nunmehriger Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs tritt der Walpersbacher nun in die erste Reihe. Ein Platz im Landtag ist ihm als Nummer vier auf der Landesliste fix.
BEZIRKSBLÄTTER: Bisher nur im Landesparteivorstand der SPÖ, kandidieren Sie nun für den Landtag. Warum?
Hundsmüller: „Ich bin ein Kind der Kreisky/Androsch-Ära. Davon habe ich enorm profitiert und viel mitgenommen. Jetzt möchte ich etwas zurückgeben.“
Was schwebt Ihnen da vor? Was möchten Sie zurückgeben?
„Ich möchte meine Erfahrung im Sicherheits- und Sozialbereich einbringen, im Speziellen aber für die Regionen Südliches Industrieviertel, Unteres Pittental und Bucklige Welt.“
Was wollen Sie im Konkreten angehen?
„Natürlich einerseits liegt mir das Thema Sicherheit am Herzen. Da bedarf es mehr Mitteln. Uns fehlt es ja nicht an Planstellen, sondern an Polizisten. Die Planstellen sind nicht besetzt und fehlen somit auf der Straße. Ansonsten – es liegt ja dank meiner Arbeit beim Arbeiter-Samariter-Bund auch nahe – liegt mir die ältere Bevölkerung besonders am Herzen. Da bedarf es kleinteiliger Pflegekompetenzzentren, wo man sich den einzelnen Bewohnern besser und individueller widmen kann und die Betreuung persönlicher, aber auch regelmäßiger Besuch von Familie und Freunden möglich ist. Kleine Einheiten in vielen Gemeinden und nicht Bettenbunker am Rande der Region. Das Burgenland lebt uns dieses Konzept schon seit Jahren vor und beweist, dass es finanzierbar ist. Meine Aufgabe wird es sein, dieses Konzept auch auch Niederösterreich auszurollen. Gerade die Gemeinden Bad Erlach, Lanzenkirchen, Walpersbach und Bromberg würden sich für ein Pilotprojekt anbieten. „Bleib im Ort – fahr nicht fort“ muss für unsere ältere Bevölkerung Gültigkeit haben!“
Wie sieht es mit Wohnraum und Arbeitsmarkt aus? Gibt es da auch Ideen?
„Natürlich. Wir brauchen leistbaren Wohnraum und billigere Bauplätze. Nur so können wir die jungen Leute in den Gemeinden halten. Wir brauchen entsprechende Infrastruktur, um das Leben bei uns attraktiver zu machen. In Sachen Arbeit plädiere ich für eine Lehrwerkstatt. Denn neben Akademikern braucht unsere Land gut ausgebildete Fachkräfte. Es gibt eine Vielzahl von Dingen, die verbesserungswürdig sind. Aber damit sich etwas ändert, muss die Absolute fallen. Und das ist unser Ziel.“

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