Nazilieder: Ex-SPÖ-Funktionär soll Germania-Buch illustriert haben

Mit einem seiner selbst gemalten Bilder
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WIENER NEUSTADT. Nach FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer und die Blauen trifft die Nazilieder-Affäre bei der Burschenschaft Germania nun auch die SPÖ.

SPÖ-Funktionär im Mittelpunkt der Ermittlungen

Denn Helmut W., ehemaliger SPÖ-Funktionär und hoher Magistratsbeamter in Wiener Neustadt, steht nun als einer von vier Verdächtigen im Mittelpunkt der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in der Causa.

Der Träger des Ehrenzeichens der Stadt soll in den 1990er-Jahren als Hobby-Maler die künstlerische Gestaltung des Liederbuchs der Germania übernommen haben. Außerdem war er für die Illustrationen zwischen den Texten zuständig.

Hundsmüller: "Haben sofort die Konsequenzen gezogen"

Die SPÖ hat sofort die Reißleine gezogen und den SPÖ-Parteifunktionär ausgeschlossen. „Um zu verhindern, dass die niederösterreichische Sozialdemokratie Schaden nimmt, wurde die Person soeben vom Landesparteivorstand aus der SPÖ ausgeschlossen. Derartiges Gedankengut ist mit der SPÖ in keinster Weise vereinbar, deswegen haben sofort die Konsequenzen gezogen“, erklärt SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller zu aktuellen Medienberichten.

Witmann im Kreuzfeuer

Auch Nationalrat und Wiener Neustadts Ex-Bürgermeister Peter Wittmann gerät ins Kreuzfeuer. Hat er noch am Wochenende Bürgermeister Klaus Schneeberger zu einer Stellungnahme aufgefordert wurden unter seiner Amtszeit als Stadtchef mit absoluter SPÖ-Mehrheit im Zuge der 800-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt 1994 lud die Burschen der Germania zu einem Liederabend geladen.
"Erstens stand die Germania damals noch nicht unter Naziverdacht und zweitens war im Zuge der Feierlichkeiten jeder Verein in der Stadt eingeladen einen Beitrag zu leisten. Die Germania tat dies mit einem Liederabend, bei dem übrigens keine Nazilieder gesungen wurden, getan. Das ist einfach ein patscherter Gruber-Versuch einen Turn-around zu schaffen. Burschenschaften und ich sind inkompatibel. Nazi-Gedankengut ist mir im Ansatz ein Graus. Und dafür gibt es auch keine Entschuldigung", stellt Wittmann klar. 

Es gilt die Unschuldsvermutung.

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