16.01.2015, 11:13 Uhr

Depot voller Wunder im Neukloster

Präsentieren das neue Konzept Schaudepot: Klaus Schneeberger, Ulrike Vitovec, Museumsmanagement NÖ, Gabriela Krist, Leiterin des Inisututs für Konservierung und Restaurierung der Universität für angewandte Kunst in Wien, Johann Wilk, Pater Walter

Kunstschätze aus dem Stift ab 2017 in öffentlich zugänglichen Schaudepot zu sehen

WIENER NEUSTADT. In einer Rumpelkammer, in alten Kästen, aufeinander gestapelt - so waren kistenweise Kunstschätze im Stift Neukloster gelagert. Nun sollen diese 5.000 Exponate aus über 500 Jahren Klostergeschichte in einen Schaudepot der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Doch davor gilt es noch das eine oder andere Objekt zu erforschen und einzelne herausragende Exponate laufend zu restaurieren. Bisher wurden die sogenannten Schatz- und Wunderkammerobjekte katalogisiert. Unter den 5.100 Einzelstücken kann ein Teil kirchlichen Funktionen zugeordnet, darunter Paramente, doch auch ein Teil unterscheidet sich nur wenig von einer fürstlichen Sammlung, dazu zählen Kunstkammerobjekt, Gemälde und Möbel wie Naturalien wie Mineralien und Konchylien.
"Die Sammlung im Neukloster blickt auf eine lange Geschichte zurück und umfasst zahlreiche kunsthistorisch wertvolle Stücke. Nun wird dieser Schatz gehoben", versichert Gabriela Krist, Leiterin des Instituts für Konservierung und Restaurierung der Universität für angewandte Kunst Wien. Sie und ihr Team begeben sich auf Spurensuche.
Das Ziel: Eröffnung des Schaudepots im Frühjahr 2017. Dazu werden Räumlichkeiten rund um die Bibliothek adaptiert. Dabei sollen aber auch adäquate Depoträume entstehen. "Mir schwebt eine Kunstinsel im Neukloster vor", meint Prior Pater Walter. Die Kosten von rund 300.000 Euro teilen sich das Stift Heiligenkreuz und das Land Niederösterreich. Pater Walter: "Alleine hätten wir uns das nicht leisten können. Da haben wir natürlich diese Chance ergriffen."
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