15.11.2017, 13:59 Uhr

"Diebstahlstouristen" fassten mehrere Jahre Haft aus

Sitzend: Das Duo vor Gericht.

Wiener Neustadt, NÖ. Zwei Rumänen stahlen aus Handtaschen Bargeld und Bankomatkarten, mehr als 40 Opfer.

Insgesamt verursachten Florin B. (44) und Laurentiu R. (47) auf ihrer Österreich-Tour einen Schaden von rund 30.000 Euro.
Ihre Vorgehensweise war immer diesselbe, ihre bevorzugten Örtlichkeiten waren Supermärkte. Einer stahl aus den in den Einkaufswagerln abgestellten Handtaschen die Geldbörsen und eilte dann zum anderen, der in einem Fluchtfahrzeug wartete.
Im Wagen nahm man gleich das gestohlene Bargeld an sich. In vielen Fällen entwendete man auch die Bankomatkarte, weil sich der dazugehörige PIN-Code leichtfertiger Weise im Geldbörsel befand, und düste zum nächsten Bankomaten.
Beute machten sie auch in Niederösterreich, u.a. in Neunkirchen, Ternitz, Gloggnitz, Wiener Neustadt, Bad Fischau, Korneuburg, Zwettl, Großweikersdorf, Stockerau, Mistelbach und Melk. Ein Opfer aus Biedermannsdorf: "Ich wurde in einer Hofer-Filiale bestohlen, bis ich draufgekommen bin, waren schon 900 Euro abgehoben. Die Versicherung bezahlt nichts, da ich den PIN-Code in der Geldbörse hatte."
Das Duo hatte leichtes Spiel - schließlich flog es durch die Überwachungskameras an den Bankomatkassen auf. Denn: Beide Rumänen sind Interpol bestens bekannt, saßen bereits in Dänemark, Italien, Rumänien, Spanien und Frankreich wegen ähnlicher Delikte in Haft. Trotz aller Internationalität: In Ternitz (Bezirk Neunkirchen) klickten am 16. Juni die Handschellen.
Vor Gericht in Wiener Neustadt bekannte sich B. schuldig und R. "teilweise schuldig". Die Urteile 2,5 Jahre bzw. 20 Monate Gefängnis nahmen beide ohne zu murren an.
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