18.10.2017, 12:23 Uhr

FernFH KnowHow beim 25. Internationalen Jubiläumskongress Essstörungen 2017

WIENER NEUSTADT. Das Netzwerk Essstörungen organisiert in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Essstörungen von 19.-21. Oktober den 25. Internationalen Jubiläumskongress Essstörungen 2017 in Alpbach. Karin Waldherr, Abteilungsleiterin für Forschung & Qualitätsmanagement an der Ferdinand Porsche FernFH, und Günther Rathner von der Medizinischen Universität Innsbruck zeichnen für die wissenschaftliche Leitung des Kongresses verantwortlich.
31 Prozent aller Mädchen und fast 15 Prozent der Burschen zwischen 10 und 18 Jahren haben ein erhöhtes Risiko für Essstörungen: Dieses Ergebnis brachte die MHAT (Mental Health in Austrian Teenagers) Studie zu Tage. Zur Risikogruppe zählt, wer zwei der Punkte „Absichtliches Erbrechen“, „Kontrollverlust beim Essen“, „Signifikanter Gewichtsverlust“, „Sich dick fühlen, obwohl andere einen für dünn halten“ oder „Starke Beschäftigung mit Essen“ mit Ja beantwortet hat. Diese Studie ist die erste epidemiologische Studie zu Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter.
Diesem Thema widmet sich zum 25. Mal der Internationale Kongress Essstörungen in Alpbach/Tirol. Internationale Expertinnen und Experten präsentieren neueste Erkenntnisse zu Epidemiologie, Prävention, Diagnosekriterien und Behandlung von Essstörungen und Adipositas. Seit dem ersten Kongress sind Betroffene und Angehörige gleichberechtigte Teilnehmer_innen. Eating Disorders Alpbach ist der größte jährlich stattfindende Essstörungskongress in einem deutschsprachigen Land.
Die Hauptvorträge am Freitag decken heuer ein breites Themenspektrum ab. Niva Piran, Klinische Psychologin und Professorin an der University of Toronto (Kanada), ist international bekannt für ihre Arbeit zu Body Image und präsentiert in Alpbach ihre beeindruckenden Forschungsergebnisse. Hans Wijbrand Hoek ist Professor für Psychiatrie am University Medical Center Groningen (Niederlande) und war beteiligt an der aktuellen Revision der Diagnosekriterien zu Essstörungen der American Psychiatric Association. Er geht auf die Veränderungen des Auftretens von Essstörungen über die Zeit ein. Ursula Bailer, Leiterin der Spezialambulanz für Essstörungen an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Universität Wien, stellt aktuelle Ergebnisse aus der neurobiologischen Forschung vor und spricht über die Bedeutung des Belohnungssystems bei Essstörungen.
Am Donnerstag geben die drei Hauptvortragenden im Rahmen des 14. Internationalen Klinischen Workshops – Teaching Day einer kleineren Gruppe von Interessierten vertiefende Einblicke in ihre Arbeit. Im heurigen Jahr findet am Donnerstag auch der 2. International Pre-Congress Clinical Day mit Prof. Michel Probst (Universität Leuven, Belgien) zu physiotherapeutischer Arbeit und Körperbild bei Essstörungen statt.
Viele weitere Vortragende präsentieren bei diesem Jubiläumskongress im Rahmen von Vorträgen und Workshops ihre aktuelle Arbeit.
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