11.11.2017, 21:43 Uhr

"Ich war fünf Stunden tot": Andreas Berglesow zu Gast in Wiener Neustadt

Andreas Berglesow (l.) mit dem Pastor der Christengemeinde Maranatha Victor Strango.
Die Pfingstkirche Gemeinde Gottes in der Puchberger Straße empfing eine illustre Persönlichkeit. Den Deutschrussen Andreas Berglesow, der von sich selbst behauptet, fünf Stunden lang tot gewesen zu sein und dabei eine Begegnung mit dem Jenseits erfahren zu haben.
Da ich in diesem Bereich tätig bin, möchte ich mit meinen Lesern diese doch interessante Vorstellung teilen. Es ist eine Beurteilung aus meiner Sicht, ich will dabei keinerlei religiöse Ansichten beleidigen.
Bergeslow erzählte, wie er im Krankenhaus nach einem schweren Unfall aus seinem Körper ging und über das Krankenhaus schwebte und sogar eine Verstorbene traf. Die Ärzte hatten ihn für tot erklärt, aber Gott gab ihm sein Leben wieder...
Jedem bleibt es überlassen, wenn einem die Erzählungen des Pastors zusagen und man daraus profitieren kann, daran zu glauben.
Unser Vorleben prägt sicher auch unser Unterbewusstsein. Und so glaubt der eine an Jesus und Gott, der andere an verlorene Seelen oder ein Licht am Ende des Tunnels. Auch in solchen Extremsituationen - nicht bei einem Fünf-Stunden-Tod, sondern bei einem Nahtod-Erlebnis für sehr kurze Zeit.
Ich glaube an das Übernatürliche, auch, dass man den Kontakt zu den verstorbenen Seelen aufnehmen kann, auch an die Heilung der Seele und an die kleinen Wunder des Alltages.

Jedoch gibt es etwas Unumstrittenes: die Biologie des menschlichen Körpers.
Das Gehirn ist das erste Organ, das durch die fehlende Blutversorgung seine Funktion verliert. Wenige Sekunden, nachdem die Sauerstoffzufuhr abbricht, fallen die Sinnesleistungen aus und das Bewusstsein schwindet. Der Stoffwechsel hört auf zu arbeiten. Nach etwa 10 bis 15 Minuten sterben die Zellen des Gehirns ab. Wenn die Hirnfunktionen durch den Sauerstoffmangel unwiederbringlich versagt haben, sprechen Mediziner vom sogenannten Hirntod. Berglesow soll gar fünf (!) Stunden tot gewesen sein. Ebenfalls ein hoher Blutverlust - Berglesow sprach von vier Litern - führt zum Tod.

Die Rede des Pastors war sehr gut aufgebaut, kleinste Details trugen zur Spannung bei, aber trotzdem ist die Geschichte für mich nicht ganz nachvollziehbar. Sie passte glänzend in das sehr religiöse Umfeld der dortigen Glaubensgemeinschaft.
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