14.10.2014, 00:00 Uhr

Im Haushalt lauert giftige Gefahr

Welche Gefahrengüter in unserem Bezirk gelagert und transportiert werden.

WIENER NEUSTADT/BEZIRK. Sie sind explosiv, hochgiftig, radioaktiv oder brennen einfach nur verdammt gut. Millionen Tonnen Gefahrengut lagern in heimischen Firmen oder rollen über Straßen und Schienen.
Doch nicht nur dort. In jedem Haushalt schlummern giftige Stoffe. Seien es scharfe Reinigungsmittel oder Nitro und Aceton in der Garage. "Prinzipiell macht die Dosis das Gift. Sogar eine große Menge an Milch in einem Gewässer kann für die Fische gefährlich sein", bringt es Wiener Neustadt Feuerwehrkommandant Josef Bugnar auf den Punkt.
Auch sonst fehlt es nicht an Gefahrengütern. Im Krankenhaus und in den unzähligen Labors, aber auch in Bädern und Geschäften lauert die Gefahr. Im Technologie- und forschungszentrum wird sogar mit radioaktiven Stoffen hantiert.
Selbst auf unseren Straßen oder auf Schiene rollen Tag ein Tag aus rollende Bomben durch. "Früher waren hier haarsträubende Transporte unterwegs. Doch durch strenge Gesetze und bessere Kontrollen hat sich die Gefahr minimiert und damit auch unsere Einsätze", weiß der Ober-Floriani. Gerade mal 40 Einsätze zählen die Feuerwehr in der Stadt und im Bezirk pro Jahr.
Erkennen kann man Gefahrenguttransporte an ihren orangen Hinweistafeln. "Diese Warntafeln lassen wissen, dass es sich hier um gefährlichen Inhalt handelt. Die Nummer darauf gibt Aufschluss über den Inhalt", erklärt Bugnar. Entsprechend sollte auch das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer sein. "Bei einem Gefahrenguttransport sollte man viel Abstand halten und sich im Falle eines Unfalls sofort aus dem Gefahrenbereich entfernen - abgesehen es gilt noch einen Mensch zu retten. Erst danach sollte man zum Handy greifen und Hilfe holen. Dort ist es wichtig genau Angaben zu den Beobachtungen zu geben. So können wir schneller und besser reagieren", kennt Bugnar das richtige Verhalten.
Genau das wird von den Florianis laufend geübt. Bugnar: "Der moderne Feuerwehrmann von heute muss auf alles vorbereitet sein." Daher kommt auch einmal im Jahr der Krisenstab zusammen und verschiedene Kastrophen-Szenarien durchzuspielen und Evakuierungspläne durchzuchecken.
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