21.07.2017, 08:27 Uhr

Industrieviertelmuseum wird zum Karl-Flanner-Hof

Johann Stippel (Direktor des Industrieviertelmuseums), Traude Roch (Tochter von Karl Flanner) und Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger bei der Enthüllung der "Karl Flanner-Hof"-Tafel
WIENER NEUSTADT. Am Mittwoch fand die feierliche Tafelenthüllung im Industrieviertelmuseum in Wiener Neustadt statt.

Das Gebäude in der Anna Rieger-Gasse 4, in dem sich das Museum befindet, heißt ab sofort "Karl Flanner-Hof" - benannt nach dem Gründer, Wegbereiter und ehemaligen Leiter des Museums Prof. Karl Flanner (1920-2013).

Professor Karl Flanner war gelernter Elektroschweißer und arbeitete in der Lokomotivfabrik bzw. später in den Raxwerken. In der Zeit des Nationalsozialismus betätigte er sich im Widerstand und musste deshalb für einige Jahre in die Konzentrationslager Dachau und Buchenwald. Nach dem Krieg wurde Flanner einer der wichtigsten Auf- und Erklärer. Er schrieb unzählige Bücher und hielt Vorträge in Schulen.

"Ich habe Karl Flanner als einen bewundernswerten Menschen kennengelernt, der Unglaubliches in seinem Leben durchmachen musste und immer mit vollem Einsatz und Leidenschaft an die Dinge herangegangen ist. Deshalb freut es mich ganz besonders, dass ich ihm zu Ehren nun diese Tafel enthüllen und den 'Karl Flanner-Hof' eröffnen darf", so Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger.
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