20.10.2016, 11:11 Uhr

Neue Beläge, Möbel & Co. für Herzog-Leopold-Straße

WIENER NEUSTADT. Die Würfel sind gefallen. Die Generalplanerleistungen für die Oberflächengestaltung der neuen Fußgängerzone Herzog Leopold-Straße in der Wiener Neustädter Innenstadt werden auf Vorschlag einer Fachjury an das Architekturbüro „Presoly Schwaighofer Architektur ZT GmbH“ vergeben. Die siegreichen Entwürfe wurden im Rahmen einer Pressekonferenz im Alten Rathaus präsentiert.
„Mit diesem Projekt bringen wir die Herzog Leopold-Straße, die durch ihre Verbindungsfunktion von Bahnhof und Innenstadt eine ganz besondere Achse darstellt, ins 3. Jahrtausend“, so Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger zur Generalsanierung der Fußgängerzone. Schneeberger weiter: „Wir machen aus der Not der zu erneuernden Infrastrukturleitungen die Tugend einer komplett neuen Fußgängerzone im Herzen unserer Stadt. Das ist einerseits für unsere Bemühungen zur Belebung der Innenstadt und andererseits auch im Hinblick auf die Landesausstellung 2019 ein absolutes Muss gewesen. Erfreulich ist für mich, dass sich ein Büro Innenstadt mit seinen Entwürfen durchgesetzt hat. Ich freue mich auf die Umsetzung.“
Der zuständige Baustadtrat DI Franz Dinhobl ergänzt die Ausführungen des Bürgermeisters: „Das Vergabeverfahren der Generalplanerleistungen war ein Musterbeispiel fachlich fundierter Expertisen gepaart mit der Beteiligung der Unternehmerinnen und Unternehmer. Das Preisgericht hat sich intensiv mit den eingereichten Projekten auseinander gesetzt und letztlich einstimmig für den Sieger votiert. Wir werden nun zügig daran gehen, die dementsprechenden Beschlüsse in den Gremien zu fassen, damit der Fertigstellung im August 2017 nichts mehr im Wege steht. Ich bedanke mich bei allen, die zum Gelingen dieser Generalsanierung beitragen – vor allem, bei den ansässigen Unternehmerinnen und Unternehmer, für die es in der Bauzeit nicht immer leicht ist.“
Architekt DI Bernhard Schwaighofer, Projektverantwortlicher des Generalplaners: „Mit der Umgestaltung soll das Zentrum des städtischen Lebens in Wiener Neustadt lebenswerter, abwechslungsreicher und interessanter gemacht und der Straßenraum von den störenden Einbauten befreit werden. Neues Stadtmobiliar, zum Teil neue Bäume und neue Beläge erzeugen einen ganz eigenen Charakter. Ein reiches Angebot an Sitz- und Relaxmöglichkeiten lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Außerdem werden wir an bestimmten Stellen der Straße, wie zum Beispiel vor dem Stadttheater, neue Begegnungszonen entstehen lassen.“
Zum Vergabeverfahren
- Bei der Vergabe der Generalplanerleistungen handelte es sich um einen geladenen Realisierungswettbewerb.
- 5 Architekturbüros wurden eingeladen, von denen 3 rechtzeitig ein Konzept ablieferten.
- Am 30. September fand die Sitzung des Preisgerichts mit folgenden Mitgliedern statt: o StadtratDIFranzDinhobl(Vorsitzender)
o Stadt-BaudirektorDIManfredKorzil(Fachpreisrichter)
o ArchitektDIAndrasPallfy(Fachpreisrichter)
o DIPetraEichlinger(Fachpreisrichter) o Sachpreisrichter:
- GR Dr. Evamaria Sluka-Grabner  GR Erika Buchinger
- STR Udo Landbauer
- STR Martin Weber, MSc
o 3VertreterderangesiedeltenUnternehmer  DI Ottokar Benesch
- Christine Beier
- Elisabeth Statzinger
- Auftragssumme für die Generalplanerleistungen: EUR 70.088,38 brutto
- Weiterer Fahrplan:
- Beschlussfassung zur Beauftragung des Generalplaners im Stadtsenat am
24. Oktober
- Vergabeverfahren der Bauleistungen als Generalunternehmerleistung mittels
Offenem Verfahren
Beschlussfassung zur Beauftragung der Bauleistungen als Generalunternehmer- leistung im Gemeinderat voraussichtlich am 16. Jänner 2017
- Beginn der Arbeiten Ende Jänner/Anfang Februar 2017
- Fertigstellung August 2017
- Bis zum Baustart der Oberflächenarbeiten werden bis Adventbeginn die Kanal- und
Wasserleitungen erneuert, danach pausieren die Arbeiten bis Anfang Jänner, ehe dann die EVN die Fernwärmeleitungen verlegt.
Zu den Gestaltungsgrundsätzen
- Die Herzog Leopold-Straße wird durch unterschiedliche Beläge in verschiedene Bereiche und Plätze gegliedert.
- Die gesamte Fußgängerzone wird von störenden Einbauten befreit. Neues Stadtmobiliar lädt zum Verweilen ein.
- Historische Besonderheiten und Gegebenheiten werden bei der modernen Gestaltung berücksichtigt.
- Der Entwurf bietet neue Möglichkeiten für die Gestaltung der Schanigärten.
- Mittels reduzierten, gestalterischen Mitteln werden Offenheit in der Funktionalität und
ein urbaner Charakter des Straßenraums erreicht.
- Die befestigten Flächen werden in einheitlich freundlichem Betonwerkstein mit
unterschiedlichen Formaten und Farben ausgebildet. Sämtliche Einbauten wie Bänke, Papierkörbe, Leuchten folgen dem gewählten Material- und Farbkanon in Stahl, Sitzflächen werden in Holz ausgebildet.
- Einheitliche, moderne Lichtstelen prägen zukünftig die Räume und verbinden diese zu einer Einheit. Einige Bodenstrahler an Solitärbäumen und historischen Besonderheiten setzen zusätzliche Akzente.
- Besonderes Augenmerk widmen die Planer auch der Beethovenallee bzw. dem Kreuzungsbereich mit der Herzog Leopold-Straße. Diese wird durch die Neugestaltung in ihrem eigenen Profil gestärkt und aufgewertet. Die Parkplätze werden reduziert und abgegrenzt, alle bestehenden Einbauten verschwinden und werden durch das neue, einheitliche Mobiliar ersetzt. Mit der neuen Pflasterung schafft man eine Zonierung im erweiterten Bereich der Straße. Sie soll auch Möglichkeiten für Veranstaltungen bieten.
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