28.11.2017, 00:00 Uhr

Wiener Neustadt rettet den Nikolaus

Besuch vom heiligen Nikolaus im Kindergarten Schrattensteingasse: Tobias freut sich über sein Sackerl.

Religiöse Feste an Kindergärten stehen unter Kritik. Mehrheit will an Traditionen festhalten.

WIENER NEUSTADT. Wintermarkt statt Christkindlmarkt, Lichterlfest statt Martinsfeier. Religiöse Bräuche stehen immer öfter im Zentrum der Kritik. Besonders an Schulen und Kindergärten sorgt das Thema für Aufregung. Wir haben Kindergärten in Stadt und Bezirk Wiener Neustadt befragt, ob der Nikolaus „Hausverbot“ bekommt oder weiter Geschenke bringen darf.
Von Hausverbot kann im Kindergarten in der Schrattensteingasse keine Rede sein, ganz im Gegenteil. Gerade heuer wird der Besuch des Heiligen Nikolaus mit den Eltern groß gefeiert. "Der Nikolaus kommt jedes Jahr zu uns. Dabei geht es ganz traditionell zu. Der Nikolaus liest aus seinem goldenen Buch und überreicht den Kindern dann persönlich ihr Sackerl. Dafür gibt es einen Lichtertanz und natürlich Lieder und Gedichte", schildert Ruth Rehberger, Leiterin des KIGA Schrattensteingasse.
Auch das Laternenfest gehört, inklusive selbst gebastelter Laternen, fix im zweigruppigen Kindergarten zum Jahresprogramm.
Prinzipiell legt Rehberger großen Wert auf Tradition. Adventkranz binden und schmücken, Kekse backen oder Adventgeschichten lesen, ist in Zusammenarbeit mit den Eltern der 45 Kinder eine Selbstverständlichkeit in der Adventszeit. "Wir halten an diesen Traditionen fest. Das wird den Eltern schon zu Beginn des Kindergartenjahres klar kommuniziert. Sollte es Familien geben, wo das nicht erwünscht ist, bitte ich die Eltern, die Kinder an diesem Tag zuhause zu lassen. Bisher gab es diesbezüglich noch keine Probleme", versichert Rehberger.
In der bunten Stadtregierung ist man sich da auch einig. Traditionen müssen erhalten bleiben. "Traditionelle Feste müssen in Kindergärten und Schulen Platz finden. Sie verankern unsere Werte-Kultur", Stadtrat Franz Dinhobl.
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