30.01.2018, 12:53 Uhr

Grüne fordern Rücktritt von Udo Landbauer als Stadtrat

Tanja Windbüchler-Souschill
WIENER NEUSTADT. Die Enthüllungen rund um die pennale Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt und dem FPÖ-Spitzenkandidat für die nö. Landtagswahl, Udo Landbauer, beschäftigt nun auch den Gemeinderat in Wiener Neustadt am heutigen Dienstag.

Die Grünen fordert via Dringlichkeitsantrag den Rücktritt von Stadtrat Udo Landbauer.
„Die nationale und internationale Empörung über die, zurzeit ruhendgestellte, Mitgliedschaft von Udo Landbauer bei der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt ist derart groß und mehr als nachvollziehbar. Für Wiener Neustadt ist Udo Landbauer in seiner Funktion als Stadtrat für Sicherheit, Jugend und Sport nicht mehr tragbar“, so die Grüne Stadtparteichefin und Gemeinderätin Tanja Windbüchler-Souschill.

Klare Worte von Windbüchler-Souschill

„Die Staatsspitzen Österreichs, allen voran der Bundespräsident und der Bundeskanzler, die niederösterreichische Landeshauptfrau sowie der Alt-Landeshauptmann Niederösterreichs, zeigen sich fassungslos ob der Glorifizierung des Nazi-Gedankengutes und verurteilen zurecht öffentlich die damit verbundene Verharmlosung der Gräueltaten des NS-Terrorregimes“, fasst die Grüne Stadtparteichefin und Gemeinderätin Tanja Windbüchler-Souschill zusammen.

„Landeshauptfrau Mikl-Leitner findet zur NS-Liederbuch-Affäre ganz klare Worte, denn sie will nicht dabei zusehen, wie durch einen sorglosen Umgang mit Antisemitismus und unserer Geschichte der Ruf Niederösterreichs geschädigt wird. Dies ist zu unterstreichen und hat auch Gültigkeit für Wiener Neustadt“, sagt Tanja Windbüchler-Souschill und fordert den Gemeinderat heute auf, ein klares Bekenntnis dazu abzugeben.

"Landbauer muss politische Konsequenzen ziehen"

„Auch Erwin Pröll distanziert sich klar und sagt gegenüber den Niederösterreichischen Nachrichten, dass vor der strafrechtlichen die politische Verantwortung kommt. Diese Aussage stimmt für die Grüne zu 100 Prozent. „Udo Landbauer muss politische Konsequenzen ziehen in Wiener Neustadt und von seinem Stadtratsposten endlich zurücktreten. Das was für die Landeshauptfrau Mikl-Leitner gilt, muss auch für den Bürgermeister der Stadt Wiener Neustadt gelten, nämlich keine Kooperation“, so Windbüchler-Souschill

Windbichler-Souschill: "Die Grünen fordert den Gemeinderat heute auf 1. jegliche Glorifizierung des NS-Regimes mitsamt dessen Ausformungen und die Verharmlosung des Holocaust klar zu verurteilen, 2. die strafrechtliche und vereinsrechtliche Verfolgung betreffend der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt und deren aktiven und ehemaligen Mitgliedern zu empfehlen sowie 3. den Bürgermeister der Stadt sehr nahezulegen, moralischen und politischen Schaden von Wiener Neustadt abzuwenden und entsprechende Vorkehrungen für eine Ablöse des Stadtrates für Sicherheit, Jugend und Sport zu treffen."

„Wiener Neustadt befindet sich wegen der unentschuldbaren Verharmlosung des NS-Terrorregimes negativ in allen Schlagzeilen. Das ist eine Schande und ein beschämender Auftritt der Stadt. Konsequenzen müssen deshalb rasch passieren“, so die Grüne Stadtparteichefin Tanja Windbüchler-Souschill abschließend.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.