07.02.2017, 17:00 Uhr

Prügel-Affäre: Haberler durch Gemeinderätin entlastet

Es sieht jetzt wieder besser aus für Wolfgang Haberler.

Wiener Neustadt. Gerichtsanhängige Prügelei zwischen Stadt-Politiker und Taxifahrer bekommt jetzt eine unerwartete Wende.

Im Herbst vergangenen Jahres kam es zu einem Streit auf einem Parkplatz vor dem Cafe Westend zwischen Listen-Gemeinderat Wolfgang Haberler und dem türkischstämmigen Murat S. Es flogen die Fäuste, letztendlich wurde der Politiker wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung angezeigt. Weiters meinte S.: "Haberler war voll betrunken."
Seither sind Polizei und Staatsanwaltschaft mit dem Fall beschäftigt, bislang ergebnislos. Es kann noch komplizierter werden: Haberler bestreitet die Alkoholisierung und meint auch, dass er nicht als erster zugeschlagen habe, sondern sich nur vor den Attacken des S. gewehrt habe.
FÜR Haberlers Aussage sprechen seine Untersuchungsergebnisse im Krankenhaus, wo Verletzungen festgestellt wurden und - die Zeugenaussage einer Gemeinderätin (Name der Redaktion bekannt).
Diese stellte bei der Polizeieinvernahme fest: "Ich war mit Haberler (und anderen Kollegen, Anm. d. Red.) eine Viertelstunde vor dem Vorfall zusammen und er war stocknüchtern!" Eine Volltrunkenheit 15 Minuten später wäre demnach also auszuschließen, "es sei denn, Haberler hätte sich den Alkohol gespritzt", so die Zeugin.
Neues kommt auch von der Staatsanwaltschaft: "Wir haben eine Diversion empfohlen und warten auf ein Ergebnis." Was heißt: "Außergerichtliche Einigung. Die Diversion = Einigung muss der Verein "Neustart" in einem Bericht bestätigen.
Zu den Gerüchten: Haberler wird NICHT von den Anwälten Christian Stocker oder Evamaria Sluka-Grabner, die auch "bunte Regierungskollegen" sind, vertreten. Sluka: "Wie würde das denn aussehen." Haberlers Rechtsbeistand ist Alois Leeb aus Neunkirchen.
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