28.04.2017, 09:35 Uhr

Schneebergland schaut in die Nahversorgungs-Zukunft

(Foto: RaumRegionMensch)
„Zukunft Nahversorgung Schneebergland“ Unter diesem Titel lud das Projektteam im Schneebergland, bestehend aus dem Planungs- und Beratungsbüro „RaumRegionMensch“, der „FH Technikum Wien“, der Unternehmensberatung „OPESTRA“, der „Gemeinsamen Region Schneebergland“ und der „LEADER Region NÖ-Süd“ zu zwei Auftaktworkshops in der Region. Einen Abend lang wurden Erfahrungen ausgetauscht, Probleme und Ideen erläutert und Zukunftsvisionen gesponnen.

Unter den engagierten TeilnehmerInnen beim ersten Workshop für regionale Nahversorger befanden sich neben Greißlern und Gastwirten auch Bäcker, Fleischer und andere LebensmittelproduzentInnen. Die lokalen Wirtschaftstreibenden haben sich hier ganz klar zu lokaler Produktion und österreichischer Qualität bekannt. Sie wünschen sich ein Gesicht zum Produkt, denn das schafft Vertrauen und Bindung zu ihren KundInnen. Wichtig ist für sie auch die richtige Skalierung – das heißt Qualität statt Quantität. Die Leute wollen wissen, was in ihren Lebensmitteln drinnen ist und genau das können die regionalen ProduzentInnen gewährleisten.

Zum zweiten Workshop – diesmal speziell für KonsumentInnen – kamen mehr als 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Schneebergland und machten sich Gedanken zur Erhaltung der Nahversorgung in der Region.
Ähnlich wie beim ersten Workshop mit den lokalen Wirtschaftstreibenden haben sich auch die KonsumentInnen eindeutig zu regionalen Produkten und österreichischer Qualität bekannt. Gleichzeitig wurde aber bemängelt, dass die Verfügbarkeit dieser Produkte derzeit zu wenig gebündelt ist. Wer den Großteil der Einkäufe mit lokalen Produkten abdecken möchte, muss mehrere Läden und Verkaufsstätten zu sehr unterschiedlichen Öffnungszeiten anfahren. Diesen Aufwand, inkl. längerer Fahrzeiten, nehmen die wenigsten auf sich. Die KonsumentInnen wünschen sich daher ein gemeinsames Vorgehen lokaler AnbieterInnen und bessere Informationen zu Öffnungszeiten und Angebot.

Jetzt liegt es am Projektteam, die gewonnenen Erkenntnisse aus beiden Workshops zusammenzuführen und daraus erste Lösungsansätze zu entwickeln. Erste Ergebnisse sollen bis November 2017 vorliegen. Für Interessierte gibt es auch weiterhin die Möglichkeit am Projekt mitzuarbeiten. Infos dazu unter www.greissler.plus.
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