„Bombendrohung“ am Bezirksgericht Neulengbach

Eine Explosion blieb dem Neulengbacher Gerichtsgebäude erspart, doch ein Randalierer wurde hinauskomplimentiert.
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  • hochgeladen von Michael Holzmann

NEULENGBACH/ST. PÖLTEN (ip). „Ihr werdet´s schon sehen, was passiert. Demnächst wird am Gericht eine Bombe hochgehen!“, drohte ein 59-Jähriger aus dem Wienerwald, der einen für ihn wichtigen Beleg in seiner Akte am Bezirksgericht Neulengbach nicht gleich finden konnte. Die Gerichtsbedienstete nahm, wie sie im Prozess am Landesgericht St. Pölten aussagte, die Drohung nicht so ernst, dass sie den Alarmknopf drückte. „Er ist halt ziemlich laut geworden“, schilderte sie die Situation.

Randalierer nicht mehr hereingelassen

Weniger tolerant zeigte sich hingegen der Gerichtsvollzieher, den der 59-Jährige wüst beschimpfte. „Für mich ist das zu persönlich geworden“, erklärte der Zeuge. Er habe die Securityleute verständigt, die den Randalierer auch nicht mehr hereinlassen sollten.
„Er war nur verkehrt zusammengelegt“, stellte der Beschuldigte das „Verschwinden“ des für ihn besonders wichtigen Belegs richtig. Mit „Bombe“ habe er aber eigentlich den Beleg selbst gemeint. „Sie haben sich ungerecht behandelt gefühlt“, meinte Richterin Doris Wais-Pfeffer, "dennoch muss es eine Grenze geben!“ Daher verurteilte sie den Mann wegen gefährlicher Drohung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von vier Monaten (nicht rechtskräftig).

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