Krematorium nimmt diese Woche Betrieb auf

In Innermanzing wurde direkt neben der Westautobahn ein privat betriebenes Krematorium errichtet.
  • In Innermanzing wurde direkt neben der Westautobahn ein privat betriebenes Krematorium errichtet.
  • hochgeladen von Michael Holzmann

NEUSTIFT-INNERMANZING (mh). Bisher kam wenig Gegenliebe aus der Region, als bekannt wurde, dass Neustift-Innermanzings Bürgermeister Ernst Hochgerner (ÖVP) auf einem seiner Grundstücke Niederösterrreichs drittes Krematorium errichten lässt. Nun ist es so weit. Am Donnerstag wird die Feuerbestattungsanlage im Gewerbepark Nord direkt beim Kreisverkehr beim Autobahnzubringer Altlengbach inoffiziell eröffnet. Am Freitag folgt von 10 bis 15 Uhr ein "Tag der offenen Tür". Besonders stolz ist die Betreiberfirma "Feba GmbH" auf ihre ökologischen Standards. "Unsere Anlage ist für bis zu 8.000 Einäscherungen pro Jahr ausgelegt", sagt der Salzburger Firmeneigentümer Johannes Eckschlager. "Die Emissionen liegen unterhalb der Bagatellgrenze und auch alle Gerüche werden herausgefiltert." Im Prinzip komme aus dem Kamin nur warme Luft, weist Eckschlager sämtliche Befürchtungen einer Geruchsbelästigung zurück.

Kirche bis 1964 dagegen

Für die Feuerbestattung sieht Eckschlager großes Wachstumspotenzial, das sich in österreichweiten Steigerungsraten von rund fünf Prozent pro Jahr äußere. Ein Grund für die geringe Popularität der Feuerbestattung in unseren Breiten ist der Standpunkt der katholischen Kirche: "Nachdrücklich empfiehlt die Kirche, dass die fromme Gewohnheit beibehalten wird, den Leichnam Verstorbener zu beerdigen; sie verbietet indessen die Feuerbestattung nicht, es sei denn, sie ist aus Gründen gewählt worden, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen", heißt es laut Wolfgang Zarl vom Pressereferat der Diözese St. Pölten im kirchlichen Gesetzbuch.

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