Nasen für den Laabenbach

Das Fischerei-Team rund um Friedrich Brückler (r.) setzte am Wochenende 2.100 Nasen im Laabenbach aus.
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  • Foto: Markus Berger
  • hochgeladen von Michael Holzmann

2.100 Jungtiere von Fischern ausgesetzt. Bedrohte Fischart soll wieder heimisch werden.

NEULENGBACH. Einst waren sie eine Hauptfischart an der Donau und ihren Nebenflüssen. In Großen Schwärmen zogen die Nasen früher auch an der Großen Tulln bis in den Raum Neulengbach um dort abzulaichen. Inzwischen ist der Fisch hier ausgestorben. Auch an der Donau war der Bestand kurz vor dem Kollaps. Grund: Immer öfter versperrten Wehre und Staustufen den Weg in die Laichgründe der Fische.

Laabenbach als Kinderzimmer

Erst Renaturierungsprojekte an der Donau und an einigen Nebenflüssen wie Pielach, Melk und Mank entspannten die Lage etwas. Nun soll die Nase auch an der Großen Tulln wieder heimisch werden. Das Team der Fischereipächter um Friedrich Brückler setzte in der Vorwoche 2.100 Jungnasen bei der Anzbach-Mündung und im Schaubergerpark in Neulengbach aus. Die Kosten dafür tragen die Fischpächter. Ziel der Aktion ist es, dass die Fische möglichst früh an den Geruch ihres neuen Kinderzimmers gewöhnt werden. Später werden sie in die Donau abwandern und eines Tages hoffentlich wieder in die Große Tulln zum Laichen zurückkommen.

Hindernisse bis zur Donau

Damit das funktioniert, müssen aber noch einige Hindernisse beseitigt werden. Demnächst wird etwa mit dem Rückbau der Plankenberger Wehranlage begonnen. Sie soll mit einer Rampe passierbar für Fische werden. Auch mehrere Unterstände für Fische sollen beim Umbau berücksichtigt werden. Derzeit können Fische in der Großen Tulln bereits über Langenrohr, Judenau bis Abstetten frei ziehen. Das letzte Hindernis, die ungenutzte Wehranlage in Abstetten muss entweder abgerissen oder mit einem Fischaufstieg versehen werden.

EU: Freie Bahn bis 2022

Derzeit gibt es einen aufrechten Abbruchbescheid. Mit dieser Maßnahme und dem Rückbau in Plankenberg können Fische dann bis Siegersdorf aufsteigen. Bis 2022 müssen dann laut EU-Wasserrahmenrichtlinie auch die restlichen Wehranlagen bis Neulengbach rückgebaut sein. Dann sind auch die kleinen Laabenbach-Nasen geschlechtsreif und können hoffentlich zum Laichen in ihren neuen alten Lebensraum zurückkehren.

Zur Sache:

Nasen werden 50 cm groß und bis zwei Kilo schwer. Das Maul ist unten, wodurch die Kopfspitze wie eine Nase aussieht. Sie schaben Algen von Bachsteinen, das Fleisch ist grätenreich, deshalb von Anglern nicht geschätzt.

Text: Oswald Hicker

Autor:

Michael Holzmann aus Wienerwald/Neulengbach

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