Neulengbach wird mobiler
Neulengbach ist Elektro mobil

Margarete Gruber, Fanya Palikruschewa als Fahrerin und Edith Eisenschin bei einer nächtlichen Fahrt
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  • Margarete Gruber, Fanya Palikruschewa als Fahrerin und Edith Eisenschin bei einer nächtlichen Fahrt
  • Foto: Udo Tschernuter
  • hochgeladen von Karin Kerzner

Wie funktioniert das "Elektromobil Neulengbach"?

NEULENGBACH. "Elektro mobil" ist ein gemeinnütziger Verein von Mitgliedern für Mitglieder. Um 27€ ist man dabei und kann entweder ein Monat den Fahrtendienst nützen oder selbst Fahrer werden. Als Fahrer kann man um 5€ ebenso unbegrenzt den Fahrtendienst nützen, vorausgesetzt man chauffiert andere Mitglieder für 3 Stunden im Monat."Es verbindet nicht nur Regionen sondern auch Generationen", so der Initiator und Mitbegründer Udo Tschernuter. 

„Unser Gemeindegebiet ist sehr weitläufig und nicht alle sind mit eigenen Fahrzeugen mobil. Dieses Angebot sollte dazu dienen, allen Menschen in unserer Gemeinde die Erreichung jedes Punktes im Gemeindegebiet unkompliziert, kostengünstig und äußerst energieeffizient zu ermöglichen!“, 

so Bürgermeister Franz Wohlmuth. Der E-Fahrtendienst wird zwischen 8.00 und 20.00 Uhr und nur innerhalb der Gemeinde angeboten. 

Wer nutzt das Elektormobil bis jetzt?

Die Hauptgruppe der Nutzer sind ältere Personen, die nicht mehr fahren wollen oder können und meist entlegen wohnen.

"Ich bin 86 Jahre alt und ich will so lange als möglich unabhängig bleiben. Meine Familie wohnt nicht in Neulengbach und das Einkaufen gehen fällt mir schwer. Ich nutze das Elektromobil von Anfang an und bin sehr zufrieden. Sie sind pünktlich und freundlich.",

 so Edith Eisenschin aus Neulengbach. Die zweite Gruppe sind Kinder, die zur Musikstunde oder Ähnlichem gebracht werden müssen und die Eltern berufstätig sind. Die dritte Gruppe sind Familien, die ein Auto einsparen wollen, weil eines von beiden kaum bewegt wird. 

"Wir haben nur noch ein Auto und im Sommer fahren wir viel mit dem Rad. Im Winter habe ich das Elektro-Mobil schon ein paar mal genutzt und es hat super funktioniert. Ich muss halt ein wenig vorplanen, weil es vorher zu bestellen ist.",

so Barbara Bach aus Neulengbach.

Welche Ergebnisse gibt es nach vier Monaten?

Der Verein ist in den ersten vier Monaten auf 70 Person angestiegen, davon sind etwa 30 Fahrer und 40 Fahrtendienst-Nutzer. 
"Das ist für den Anfang ganz gut", sagt Florian Steinwendtner.  Um sponsoren- und förderfrei agieren zu können, müssen wir aber noch weiter wachsen.", erklärt Tschernuter. Vorreiterrolle ist dabei die Gemeinde Eichgraben, die schon vor vier Jahren damit gestartet hat und wo es für viele nicht mehr wegzudenken ist. Die Vernetzung innerhalb der Vereine ist im allgemeinen gut.

"Jeder der es bis jetzt genutzt hat ist zufrieden gewesen. Für viele ist es eine Verbesserung der Lebensqualität. Der soziale Aspekt ist auch nicht zu unterschätzen. Fahrer und Nutzer sind aus einem Verein und die Leute sind ein Teil der Gruppe",

so der Initiator. "Zur Zeit haben wir eine Weihnachtsaktion, wo man ein Probemonat unverbindlich verschenken kann.", fügt er hinzu. Informationen dazu gibt es auf www.aktivewirtschaft.at oder unter der Nummer: 0676 3039589. Außerdem liegen in Geschäften, Banken und Lokalen im Zentrum Formulare auf.

Margarete Gruber, Fanya Palikruschewa als Fahrerin und Edith Eisenschin bei einer nächtlichen Fahrt
Udo Tschernuter übernimmt das Elektromobil

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