Pädophiler Asylwerber zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt

Rechtsanwalt Georg Thum war erstaunt, dass der der Beschuldigte das Urteil annahm.
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ST. PÖLTEN/NEULENGBACH (ip). Wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und versuchter Nötigung wurde ein 18-jähriger Flüchtling am Landesgericht St. Pölten zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Aufgrund seiner sexuellen Störung, die, laut Gutachten, auch in Zukunft eine Gefahr für unmündige Buben darstelle, wurde der Asylwerber in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen (rechtskräftig).

Auf dem WC zu Sex gezwungen

Obwohl der Mann aus dem Jemen alle Vorwürfe von Staatsanwalt Thomas Korntheuer zurückwies und von Verleumdung sprach, nahm der Beschuldigte sogar zum Staunen von Verfahrenshelfer Georg Thum das Urteil an. Schwer belastet wurde der Jemenit zunächst von fünf Buben im Alter zwischen acht und zehn Jahren, mit denen er gemeinsam in einer Flüchtlingsunterkunft in Neulengbach lebte. Dort, so die Zeugen in ihrer gesonderten Vernehmung, habe sie der Mann zwischen 2016 und 2017 in wenig frequentierte WC-, bzw. Waschanlagen gelockt und sich sexuell an ihnen vergangen.

Schwierige Einvernahme der Kinder

Die Einvernahmen der Kinder in einem abgesonderten Raum gestalteten sich äußerst schwierig, da auf das kulturell bedingte ausgeprägte Schamgefühl der Afghanen besonders Rücksicht zu nehmen war. Der Schöffensenat unter dem vorsitzenden Richter Markus Grünberger wertete die Schilderungen von zwei Buben als absolut glaubwürdig. Ihre Aussagen seien weitgehend widerspruchsfrei und nachvollziehbar, so Grünberger in seiner Urteilsbegründung. Zweifel entstanden an den Ausführungen der anderen drei Kinder, weshalb der 18-Jährige zu diesen Vorwürfen freigesprochen wurde. Fest stand für den Senat jedoch, dass der Pädophile zwei Afghanen jeweils zweimal sexuell missbrauchte und ihnen Schläge androhte, falls sie jemanden davon erzählten.

Gutachten: Pädophile Störung

Laut Korntheuer wusste der Beschuldigte, dass es sich bei seinen Opfern um Unmündige handelte und dass seine Handlungen streng verboten sind. Nicht zuletzt aufgrund der kulturellen Ächtung homosexueller Pädophiler, worauf im Jemen die Todesstrafe steht, versuchte er durch Drohungen seine krankhafte Neigung zu verheimlichen. Mit Auseinandersetzungen zwischen ihm und den Afghanen in der Asylunterkunft begründete er das Motiv einer Verleumdung seitens der Mitbewohner. Den beiden Gutachten zufolge leidet der Jemenit jedoch an einer pädophilen Störung, die einer geistigen oder seelischen Abartigkeit höheren Grades entspreche und dass ohne therapeutische Maßnahmen mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere sexuelle Übergriffe zu erwarten seien.

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