Renaturierung Laabenbach hat begonnen

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Das Projekt zur Renaturierung des Laabenbaches zwischen Dambach-Mündung und Sturm-Brücke ist gestartet. In den vergangenen Tagen wurde bereits gebaggert und das neue Bachbett durch die Au mit Schubraupen planiert. Knapp unterhalb der Dambach-Mündung sind bereits die Fundamente für das Einlaufbauwerk samt Brücke ausgehoben und geschalt. Mit dem Aushub wurde der Begleitweg des bisherigen Bachbettes auf jener der B19 zugewandten Uferseite geschottert. Blickt man von der Dambach-Mündung flussab zur Sturmbrücke fließt der Laabenbach in Zukunft zuerst nach links in den Auwald. Oberhalb des „Bienenhauses“ kreuzt er das jetzige Bachbett auf die rechte Uferseite und durchfließt dort ein Stück rechtsufrigen Restauwald. Kurz vor dem Tennisplatz quert er abermals das Bachbett um wieder linksufrig bis knapp vor der Edelbreite (Acker vor Billa) wieder ins jetzige Bachbett zu münden. Insgesamt wird der renaturierte Bachlauf den Begleitweg linksufrig viermal und rechtsufrig den Laabental-Radweg zweimal kreuzen.

Bei Normalwasserstand wird das jetzige Bachbett trockenfallen und alles Wasser durch die Au strömen. In der Au werden keine Uferbefestigungen eingebaut, damit der Laabenbach sich wie früher ein natürliches Bett suchen kann. Das bisherige Bachbett wird ab einem einjährigen Hochwasserereignis als Überlauf genutzt. In diesem Entlastungsgerinne werden Flussverbauungen nach den Ideen des umstrittenen österreichischen Esoterikers Viktor Schauberger eingebaut. Mittels Punen und "Schnecken" sollen die Fluten im Ernstfall besser in den Griff zu bekommen sein als bisher.

Bei seriösen Wissenschaftern stößt nicht nur die "Schauberger-Methode" auf Skepsis. Auch hätten sich Gewässerökologen gewünscht, dass im Hochwasserfall mehr Wasser durch die Au geleitet wird, um mit Hilfe der Gewässerdynamik möglichst naturnahe Strukturen zu schaffen. Radfahrer wiederum kritisieren den Zeitpunkt der Bauarbeiten, die eine Sperre des Laabental-Radweges zur Hochsaison im Sommer nötig machen.

Alteingesessene Neulengbacher begrüßen das Millionen-Projekt aber großteils. Viele schwärmen noch heute von ihren Kindertagen, als dieser Flussabschnitt noch nicht reguliert war. Ein Passant: „Es war eine großartige Wildnis. Es gab tiefe Tümpel, Gumpen, Altarme Fische und Schlangen. Jedes Jahr ist der Bach wo anders geronnen, man konnte schwimmen oder mit dem Waschtrog fahren. Für uns war es der schönste Abenteuerspielplatz den man sich vorstellen kann. Ich hoffe, dass es wieder annähernd so schön wird.“

Hier zum Vergleich die Fotorepo Teil 2: Nach dem Aushub.

Autor:

Oswald Hicker aus Niederösterreich

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