Rennen sorgt für Kritik

Einmal im Jahr findet das Rennen in Altlengbach statt.
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  • Foto: Punz
  • hochgeladen von Karin Zeiler

Aufheulende Motoren beim Bergrennen: Leserin stellt Klimaschutz infrage.
ALTLENGBACH. ALTLENGBACH. Benzin liegt in der Luft, zum dritten Mal jährt sich heuer das Bergrennen in Altlengbach und damit auch die Beschwerden über diese Veranstaltung. Die Bezirksblätter haben einen Leserbrief von der Altlengbacherin Viktoria erhalten: "In ganz Altlengbach konnte man also von Freitag bis Sonntag regelmäßig die Geräusche der aufheulenden Motoren hören. Es fühlte sich an, als würde man neben der Rennstrecke in Spielberg leben. Aber Hauptsache, der Altlengbacher Bevölkerung wurde, ebenfalls in der Gemeindezeitung, erst kürzlich 'erklärt', dass man sonntags nicht Rasenmähen darf. Die genauen Zeiten, wann man Lärm machen darf und wann nicht, wurden in dem Artikel äußerst genau angeführt." Das schreibt Viktoria als einen Punkt in ihrem Leserbrief. Des weiteren schreibt die Altlengbacherin: "Wie können wir es verantworten, solch ein Rennen auszurichten und im selben Atemzug über Klimaschutz zu reden und dann auch noch ernsthaft über eine CO2-Steuer nachzudenken?"

Alltagsfahrten reduzieren

Die Bezirksblätter haben bei Altlengbachs Bürgermeister Michael Göschelbauer nachgefragt, wie man zu dem Thema steht. "Ein Motorsport-Event von wenigen Stunden, mit dem Klimaschutz als Gesamtaufgabe in Zusammenhang zu bringen, halte ich für falsch. Der CO2-Ausstoß des gesamten Rennens ist geringer, als der von jenen Autos, die in nur fünf Minuten auf der Autobahn vorbeifahren," informieren Bürgermeister Michael Göschelbauer und Daniel Kosak. Die Strecke, die die Fahrer beim Bergrennen zurücklegten betrug lediglich 2.500 Meter. "Wir müssen Maßnahmen setzen und Alltagsfahrten reduzieren. Dafür tun wir in Altlengbach viel. Wir errichten Jahr für Jahr Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden, vom Kindergarten, über die Schule bis hin zum Freibad," heißt es seitens der Gemeinde. Die Gemeinde Altlengbach hat ein Fahrrad-Programm für Mittelschüler, die Bikeline, etabliert und liegt damit bereits österreichweit im Spitzenfeld. "Erst vor wenigen Wochen haben wir einen E-Mobilitätsverein gegründet, über den es künftig Fahrtendienste für kurze Wege und Car-Sharing geben wird. Ich glaube, dass jeder von uns seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann und muss. Die Gemeinde tut das, viele Bewohner Altlengbachs tun das auch. Das sollte man nicht kleinreden", schließt die Gemeinde ihre Reaktion auf den Leserbrief ab.

Autor:

Daniela Fröstl aus Wienerwald/Neulengbach

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