Pflegeskandal Kirchstetten
Vorgesetzte der Beschuldigten am Wort

Opfervertreter Michael Sedlacek vor der Verhandlung.
  • Opfervertreter Michael Sedlacek vor der Verhandlung.
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  • hochgeladen von Katharina Gollner

Im fortgesetzten Prozess gegen vier ehemalige Pflegekräfte eines Heimes in Kirchstetten gaben zwei Vorgesetzte des Quartetts ihre Stellungnahmen ab. Während der damalige Heimleiter wegen psychischer Probleme per Videokonferenz aus dem Bezirksgericht Neulengbach zugeschaltet war, wurde der Pflegestationsleiter vorweg in einer kontradiktatorischen Vernehmung befragt.

KIRCHSTETTEN (ip). Beide gaben im Wesentlichen an, zwar von dem beanstandeten Umgangston auf der Station St. Anna gewusst zu haben, von körperlichen Übergriffen hätten sie jedoch erst erfahren, als eine der Kronzeuginnen bei dem Heimleiter auspackte und so die Causa ins Rollen brachte.
„Oh, mein Gott! Da ist jetzt was passiert“, war sein erster Gedanke, als er nach Dienstschluss einen Anruf des Heimleiters bekam. Nach und nach sei ihm im Verlauf der Ermittlungen auch klar geworden, warum er so häufig unter extremem Durchfall gelitten habe. Vermutlich war er auch selbst Opfer seiner Kollegen, die ihm heimlich Abführtropfen verabreichten. Einiges an Vorrat habe er im Spind der Beschuldigten vorgefunden. „Mit sowas hätte ich nie gerechnet“, meinte der Stationsleiter. Opfervertreter Michael Sedlacek fordert in seinem Namen einen Betrag in Höhe von 2.000 Euro. Zu den Vorwürfen befragt, sprach Sedlacek, der als freiwilliger Sanitäter auch für Menschen in Notsituationen tätig ist, von purem Entsetzen, wobei er alleine zu den Chatprotokollen meinte: „Wie kann man nur in einer WhatsApp-Gruppe solch menschenverachtende Dinge äußern und dann auch noch zusätzlich gegen Kollegen!“

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