Neulengbach
"Vorsicht, Wild!" im Herbst

Das Warnschild sollte ernst genommen werden. Vor allem in der Dämmerung heißt es Geschwindigkeit anpassen.
  • Das Warnschild sollte ernst genommen werden. Vor allem in der Dämmerung heißt es Geschwindigkeit anpassen.
  • Foto: Fröstl
  • hochgeladen von Daniela Fröstl

Nicht immer kann ein Wildunfall vermieden werden, auf Landstraßen gilt besondere Vorsicht.

NEULENGBACH. Über 28.000 Wildtiere sterben jedes Jahr auf Niederösterreichs Straßen. Und auch zwei Menschen sind vergangenes Jahr bei Unfällen gestorben. Um die Unfallzahlen zu senken, setzt der NÖ Jagdverband unter anderem auf Duftzäune und optische Warnmelder. Ein Lokalaugenschein.

Landstraßen als Unfallstelle

In der Region Neulengbach zeigen Verkehrsschilder Wildwechsel an. Nicht ohne Grund, denn: "Häufungsstellen gibt es außerhalb der Ortsgebiete vermehrt auf den Landstraßen. Momentan passiert fast täglich etwas", informiert Helmut Summer von der Polizei Neulengbach. Wichtig ist es: "Seine Geschwindigkeit anzupassen und das Umfeld der Straße zu beobachten", informiert Summer.

Wenn ein Unfall passiert

Kommt es dann dennoch zu einem Unfall, muss auf alle Fälle: "Angehalten werden und die Polizei oder der Jäger verständigt werden. Denn wenn nicht, ist es Fahrerflucht", so Summer weiter. Auch wenn das Wild nach einem Unfall davon läuft, muss der zuständige Jäger informiert werden, damit er sich auf die Suche nach dem verletzten Tier machen kann. "In der Dämmerung ist das Wild am aktivsten, darum kommt es im Herbst vermehrt zu Wildunfällen, weil der Berufsverkehr dann genau in dieser Zeit am stärksten ist", informiert Michael Meissl, Hegeringleiter und Bezirksförster in der Region Neulengbach.
Neben den natürlichen Wildlenkmaßnahmen, wie zum Beispiel die Fütterung im Winter an abgelegenen Plätzen, wird auch auf Wildwarnanlagen gesetzt. Diese sind auf den Pfeilern neben der Straße angebracht. "Die optischen Warngeräte leuchten ins Umfeld der Straße, wenn sie von einem Scheinwerfer angeleuchtet werden. Die akustischen Wildwarnanlagen sind effektiver, es ertönt ein Pfeifton, der das Wild von der Straße fernhalten soll", so Meissl. Allen Vorsichtsmaßnahmen zu trotz, war auch Michael Meissl schon in zwei Wildunfälle verwickelt. "Obwohl ich aufgepasst habe, zum Glück ist nichts außer einem erheblichen Blechschaden entstanden", schließt er ab.

Autor:

Daniela Fröstl aus Wienerwald/Neulengbach

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