23.05.2017, 21:35 Uhr

Auf Streife mit der Autobahnpolizei

Peter Svehla kontrolliert, wer auf NÖs Autobahnen drängelt. (Foto: Bezirksblätter)

Sie sind für die Sicherheit auf der A1 zuständig: Die Autobahnpolizei. Wir begleiteten sie einen Tag beim Einsatz.

WIENERWALD/NÖ. Irgendwo in Niederösterreich. Auf einer Brücke steht ein VW-Bus. Und von der Brücke aus beobachten vier Kameras das Geschehen auf der Autobahn, die direkt unterhalb verläuft. Einsatz für die Zivilstreife der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Sie sind hier Dränglern und Rasern auf der Spur.
Auf Monitoren im VW-Bus leuchtet es grün und rot. "Rot markierte Autos sind zu schnell oder halten den Sicherheitsabstand nicht ein. Der Computer speichert die Sünder automatisch", erklärt Bezirksinspektor Peter Svehla, der heute mit seinem Kollegen Gottfried Völker Dienst hat. Die beiden müssen alle vom Computer gesichteten Vergehen prüfen und bestätigen. Erst dann wird Anzeige erstattet.

Eins, zwei, passt!

Aber wie viel Abstand muss man denn nun halten? "Mindestens 0,8 Sekunden zum vorderen Fahrzeug, weniger ist strafbar. Bei weniger als 0,3 Sekunden ist es auch ein Vormerkdelikt, bei 0,2 ist der Führerschein weg", sagt Svehla. Rund 11.500 Drängler erwischt die Truppe mit ihren zwei Einsatzfahrzeugen pro Jahr in Niederösterreich. Dabei wäre es gar nicht so schwer, den richtigen Abstand zu halten. "Zwei Sekunden werden empfohlen. Bei 130 km/h wären dies mindestens 36 Meter. Viele Fahrer sind knapper dran als sie glauben."

Unfall-Hotspot Steinhäusl

Die Autobahnpolizei Altlengbach ist auf der Westautobahn von St. Pölten-Süd bis zur Wiener Stadtgrenze zuständig. "Der Knoten St. Pölten und der Knoten Steinhäusl sind vom Verkehr und von den Anschlussstellen her am unfallträchtigsten und am schwierigsten zu befahren, weil sich dort sehr viel tut", sagt ihr Kommandant, Chefinspektor Johannes Pöchhacker. "Beim Knoten St. Pölten haben wir einerseits die S33 mit vielen Verflechtungen und Spurwechseln, andererseits die Anschlussstelle St. Pölten-Süd. St.Pölten ist zudem die einzige Landeshauptstadt, wo wir immer noch eine erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h haben. Entsprechend schwierig ist es daher, wenn es sich aufstaut."

Zur Sache

Im Rahmen der Verkehrsüberwachung überprüft die Autobahnpolizei neben Abstandskontrollen auch die Einhaltung des Rechtsfahrgebotes, die zulässige Höchstgeschwindigkeit, die Verwendung des Sicherheitsgurtes und einer Freisprecheinrichtung beim Telefonieren.

Hier geht's direkt zum größten Führerscheintest Niederösterreichs!

0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.