05.04.2017, 10:32 Uhr

Neulengbacher zieht Paradeiser für Tibet

Der Gärtner und seine Erde. (Foto: Perry)

"Bio" heißt nicht nur: keine Chemie. Was noch dahintersteckt erklärt Raffael Sterkl aus Neulengbach.

NEULENGBACH (jp). Seit einem Jahr hilft die Gärtnerei Sterkl Hobby-Gärtnern ihren Garten zu gestalten. "Wir sehen das als ganzheitliches Konzept", sagt Raffael Sterkl. Er und seine Lebensgefährtin, Gerlinde Dombrowski, legen Wert auf getestetes Saatgut, Regionalität und Nachhaltigkeit: Alles kommt aus Niederösterreich.

Robuste, alte Pflanzen

Biologische Pflanzen sind widerstandsfähiger, denn in ihnen steckt die Information langer Anpassung an die Umgebung. Etwa in der "Tigarella", einer orange-gestreiften Tomatenart, oder der gestreiften Zucchiniart "Cocozelle von Tripolis." Wichtig ist die reine Erde. Sie versorgt den Garten mit den notwendigen Nährstoffen und mikrobiellem Leben.

Tomaten für Tibet

Sterkl war zweieinhalb Saisonen lang Selbstversorger. "Ich habe dann herausgefunden, dass es nicht zu meinem Lebensstil passt", sagt er. Jeden Sommer ist Sterkl - Obmann der "Tibet-Hilfe" - im Himalaya, legt dort Gärten an und baut Schulen. Auf 4000 Metern Höhe soll nun ein Garten entstehen - schwierig. "Aber dafür gibt's viele Kühe", lacht Sterkl. Bei uns im Garten häufiger: Schnecken. "Mit Hochbeeten kann man da viel bewirken." Zumindest ist es beim Schneckenklauben dann übersichtlicher. Das Hochbeet wirkt als Wärmespeicher und ermöglicht eine frühere Aussaat.
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