01.06.2017, 10:38 Uhr

Schützen setzten auf die Jugend

Urkundenübergabe an den Schützenverein Stössing. (Foto: Privat)

Schützenverein Stössing holte 16 Medaillen bei Staatsmeisterschaften.

STÖSSING. Die Entstehung des Schützenvereines ist der Jägerschaft von Stössing zu verdanken. Allen voran Franz Ziehbauer, der im Februar 1961 die Gründungsversammlung eröffnete und als erster Obmann des SV Stössing gewählt wurde. Die Trainingsabende wurden damals in einem Nebenraum des Gasthauses Lenk abgehalten. Im Jahr 1964 übersiedelte der Verein ins Gasthaus Girsch und errichtete dort einige fixe Schießstände. 1971 wurde neuerlich übersiedelt. Die Jerabek-Mühle wurde angemietet und musste für die Errichtung von acht Schießständen entsprechend umgebaut werden. Die Vereinsmitglieder scheuten keine Mühe, aus der Mühle ein neues Vereinslokal zu gestalten, das bis zum heutigen Tag genutzt wird. Die Vereinsmitglieder waren von Anfang an sehr stark in das örtliche Leben eingebunden. Veranstaltungen wie Schützenbälle und die Teilnahme an sehr vielen traditionellen Veranstaltungen waren an der Tagesordnung. Die Vereinsmitglieder hatten jedoch auch sportlich an vielen Wettbewerben teilgenommen. Der Schützenverein Stössing brachte von so manchen Bezirks-, Landes- und auch Staatsmeisterschaften eine Vielzahl an Medaillen und Pokalen nach Hause.

Große Erfolge

Seit 2003 setzt der Verein, unter der damaligen Leitung von Oberschützenmeister Alfred Haslinger, verstärkt auf die Jugend. Unmittelbar danach stellten sich bereits große Erfolge ein, welche bis heute anhalten. Seit 2011 hat Rudolf Höfler das Amt des Oberschützenmeisters inne. Alljährlich qualifizieren sich eine Vielzahl von Stössinger Sportschützen für die Teilnahme an den österreichischen Meisterschaften. Diese holten für den NÖ Landesverband insgesamt 16 Medaillen bei Staatsmeisterschaften. 2017 wurde bei den Staatsmeisterschaften in Wolfsberg in Kärnten mit den Schützen Elisabeth Hochgerne und Raphaela Mader ein neuer Landesrekord erzielt.

Oberschützenmeister Rudi Höfler im Bezirksblätter-Gespräch

Was macht das Sportschießen so interessant?
Rudolf Höfler: Dass dieser Sport von acht Jahren bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann.

Was können die vielen Kinder und Jugendlichen im Schützenverein mitnehmen?
Beim Wettkampf wird die Konzentration über einen langen Zeitraum gefordert. Dies stellt die Jugendlichen natürlich vor Situationen, die sie sonst nur von einer Schularbeit kennen. Durch das wiederholte Training solch einer Ausnahmesituation sind Verbesserungen der schulischen Leistung zu verzeichnen. Fairness und Gruppengemeinschaft werden gefördert.

Was sollte man mitbringen, um Sportschütze zu werden?
Ehrgeiz und Disziplin, Konzentration, Gleichgewichtssinn, Körperbeherrschung und innere Ruhe.

Haben die Erziehungsberechtigten keine Bedenken?
Nein, denn beim Sportschießen werden Schusswaffen nach ganz klaren Regeln und Richtlinien als Sportgeräte verwendet. Ein verantwortungsvoller Umgang mit seinem Sportgerät wird von Anfang an erlernt. Der Sicherheit wird allergrößte Aufmerksamkeit gewidmet.

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