12.10.2016, 10:25 Uhr

Wenn der Notfallort zum Tatort wird

Reger Austausch zwischen Rettung und Polizei.

240 Notärzte und Sanitäter wurden beim Roten Kreuz Neulengbach über die Arbeit der Polizei informiert.

NEULENGBACH (mh). Spektakuläre Szenen spielten sich am späten Freitagabend auf der Badwiese neben der Neulengbacher Rot-Kreuz-Bezirksstelle ab. Polizeihunde sprangen in einen Pkw und schnappten einen schießwütigen Verdächtigen. Keine Sorge: Es war nur eine Vorführung der Polizeidiensthundestaffel aus St. Pölten, die den 240 Teilnehmern des "NEF-Abends" des Roten Kreuzes in Kooperation mit der Polizei geboten wurde. NEF, die Abkürzung für "Notarzteinsatzfahrzeug", steht für das Rendezvous-System zwischen Notarzt und Krankenwagen.

So "tickt" die Polizei

Renate Barker, leitende Notärztin im Stützpunkt Neulengbach ist begeistert: "Die Fortbildung für Notärzte und Sanitäter aus ganz Niederösterreich war innerhalb eines Tages 'ausverkauft'. Die Kooperation mit der Polizei und der Gerichtsmedizin ist eine Premiere. Das ist sehr innovativ." Notärzte und Sanitäter lernen, wie die Polizei im Einsatz "tickt". Das verbessert die Zusammenarbeit im Ernstfall. Der Notarztstützpunkt Lengbach muss nach wie vor um seinen Fortbestand zittern. Für 2017 wurde die Notarztversorgung niederösterreichweit neu ausgeschrieben. Einsparungen sind möglich. Laut Barker gibt es noch keine Entscheidung des Landes, doch "der Stützpunkt NEF Lengbach ist meiner Meinung nach strategisch sehr wertvoll. Wir haben 1.200 Notarzteinsätze im Jahr."
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