Lokales
Haus steht auf dem Schoßbach

Besonders viel Platz ist dem Schoßbach nach der Verrohrung im 19. Jahrhundert nicht mehr geblieben
  • Besonders viel Platz ist dem Schoßbach nach der Verrohrung im 19. Jahrhundert nicht mehr geblieben
  • Foto: Stadtwerke
  • hochgeladen von Bernhard Teferle

Unter dem Geschäft "Tabakspezialitäten Bardel" rinnt ein Bach durch.

WOLFSBERG (tef). Quellen in Vordergumitsch versorgen den Schoßbach mit Wasser. Seinen Verlauf prägt eine nicht alltägliche Besonderheit. Plötzlich, noch weit oberhalb der Wolfsberger Innenstadt, verschwindet er nämlich von der Oberfläche. Des Rätsels Lösung: Der Bach wurde im 19. Jahrhundert ab dem "Tiroler Wehr" in eine enge, geschlossene Röhre gezwängt. Noch bis in das 19. Jahrhundert floss er ziemlich unbehelligt und offen vom Schoßbach-Graben über den Getreidemarkt und Kanalplatz bis zur Lavant.

Auf Wasser gebaut
Aus der Verrohrung, die zum Schutz vor den immer wieder aufgetretenen Überflutungen notwendig wurde, ergibt sich, dass der Schoßbach einige Innenstadthäuser und Plätze unterirdisch quert. Am beeindruckendsten ist die Situation beim Haus der Familie Bardel am Hohen Platz, weil der Schoßbach an dieser Stelle direkt unter dem Gebäude, mehr oder weniger im Keller Richtung Lavant fließt. Auch wenn der Bach im Laufe der Geschichte immer wieder schwere Schäden in der Innenstadt angerichtet hat – einmal drohte sogar das "Waschier-Haus" deshalb einzustürzen – hat er andererseits überhaupt erst das Fundament für die Ansiedlung von Menschen in Wolfsberg geschaffen. Die Obere Stadt ist nämlich auf dem Schwemmkegel des Schoßbaches angelegt.

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