Bad St. Leonhard
Verdurstet und verhungert: Polizei fand sechs tote Kälber auf Bauernhof

Im Polizeibericht ist von einer krassen Unterversorgung der Tiere mit Tränke und Nahrung die Rede
  • Im Polizeibericht ist von einer krassen Unterversorgung der Tiere mit Tränke und Nahrung die Rede
  • Foto: Pixabay/ulleo
  • hochgeladen von Petra Mörth

Grausiger Tierfund: Ein Lavanttaler steht unter dem Verdacht der Tierquälerei.

BAD ST. LEONHARD. Bereits am 12. März stießen Beamte der Polizeiinspektion (PI) Bad St. Leonhard auf dem landwirtschaftlichen Anwesen eines 23-jährigen Lavanttalers in einer lose abgestellten Traktorkippschaufel auf vier tote Kälber und in einer Baracke auf weitere zwei tote Kälber. Diese wurden auf Veranlassung des Amtstierarztes in das Institut für veterinärmedizinische Untersuchung nach Klagenfurt gebracht.

Vom Amtstierarzt beschlagnahmt

Auf diesem Grundstück befanden sich weitere sieben Kälber sowie ein Jungrind. Laut der Feststellung des Amtstierarztes befanden sich zumindest drei der Tiere in einem schlechten Allgemeinzustand. Sie wurden zwei Tage später vom Amtstierarzt beschlagnahmt, abtransportiert und an geeigneter Stelle untergebracht. Die Tiere wurden über Veranlassung der Bezirkshauptmannschaft (BH) Wolfsberg einer tierärztlichen Versorgung zugeführt, trotzdem verendete noch ein weiteres Kalb.

Krasse Unterversorgung festgestellt

Der Sektionsbefund ergab bei allen Tieren eine hochgradige Austrocknung der Körper in Verbindung mit einer sehr starken Abmagerung. Dies dürfte laut der Polizeimeldung auf eine krasse Unterversorgung der Rinder mit Tränke und Nahrung hindeuten. Der Mann wird nach Abschluss der Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt.

"Frühe Hilfe"-Projekt im Aufbau

Geschockt reagierte Landeshauptmann-Stellvertreterin Landestierschutzreferentin Beate Prettner (SPÖ) auf den Fall. Ihrer Meinung nach war der junge Lavanttaler "massiv überfordert". Sie sei mit Agrarreferent Landesrat Martin Gruber (ÖVP) gerade beim Aufbau eines "Frühe Hilfen"-Projektes, um Tierhaltern zu helfen. Von der Bevölkerung wünscht sich Prettner, den Verdacht auf Tierquälerei sofort zu melden - der Tierschutz-Ombudsstelle (0664/80 536 37 000) oder der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft. Laufende Routinekontrollen werde es in Zukunft mehr geben, denn das Personal wird aufgestockt. 

Kein Tier für verurteilte Tierquäler

Bei der letzten Konferenz der Landestierschutzreferenten habe Prettner einen Antrag eingebracht: Verurteilte Tierquäler sollen kein Tier mehr halten dürfen. Anlass war die Rinder-Affäre in Hüttenberg im Jahr 2013. "Der verurteilte Landwirt darf unverständlicherweise weiterhin Tiere halten", so Prettner.

Autor:

Petra Mörth aus Wolfsberg

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